Die Katholische Hörfunkarbeit


Seit über 50 Jahren für Deutschland und die ganze Welt

Seit über fünfzig Jahren verantwortet die „Katholische Hörfunkarbeit“ die katholischen Verkündigungssendungen im nationalen Rundfunk und im deutschsprachigen Auslandsrundfunk Deutsche Welle. Von seiner Gründung 1960 bis nach der Wende war der Deutschlandfunk in Köln das nationale deutsche Hörfunkprogramm. Daneben gab es mit dem RIAS, dem „Rundfunk im amerikanischen Sektor“, einen zweiten Sender, der deutschlandweit zu hören war. Für die Verkündigungssendungen im RIAS war die Katholische Rundfunk- und Fernseharbeit im Bischöflichen Ordinariat Berlin (West) verantwortlich.


Mit dem Mauerfall im November 1989 gab es eine Reihe von Veränderungen in der deutschen Rundfunklandschaft. Das führte schließlich dazu, dass im Januar 1994 ein neuer nationaler Hörfunksender gegründet wurde,  das „Deutschlandradio“ - bestehend aus dem Deutschlandfunk in Köln und Deutschlandfunk Kultur in Berlin. Letzteres ist wiederum aus der Vereinigung des RIAS und des DS-Kultur, einem kulturorientiertes Hörfunkprogramm aus Ost-Berlin, hervorgegangen. Das Funkhaus Berlin ist weiterhin im alten Rias-Funkhaus untergebracht.

Auch das Katholische Hörfunkreferat in Köln und die Katholische Rundfunk- und Fernseharbeit in Berlin waren von diesen neuen Entwicklungen betroffen. Mit der Gründung des neuen nationalen Hörfunks wurde die Katholische Hörfunkarbeit gegründet, die die Gesamtverantwortung für das Deutschlandradio sowie für die Deutsche Welle (Radio und TV) übernahm; aufgeteilt auf die Standorte Bonn und Berlin.

Martin Korden ist als katholischer Senderbeauftragter für Deutschlandradio verantwortlich für die Verkündigungssendungen: Dazu gehören im Deutschlandfunk die Formate  „Am Sonntagmorgen“, „Morgenandacht“ und die Gottesdienstübertragungen; bei Deutschlandfunk Kultur sind es die Sendungen "Feiertag" und "Wort zum Tage". Korden hat diese Aufgabe 2020 übernommen. Er verantwortete die Sendungen bei Deutschlandfunk Kultur und Deutsche Welle jedoch bereits seit 2017.

Blick in die Geschichte

Dr. Silvia Katharina Becker verantwortete von 2008 bis 2019 als Leiterin der Katholischen Hörfunkarbeit insbesondere die Sendungen im Deutschlandfunk Köln.

Von 1961 bis 1971 hat Prälat Johannes Becker aus Neuss das Hörfunkreferat Köln geleitet. Danach folgte Domvikar Dr. Hans Dieter Schelauske. Der Redemptoristenpater Prof. Dr. Klemens Jockwig leitete von 1980 bis 1996 das Hörfunkreferat. Am 17. Juni 1990 übertrug er den ersten Gottesdienst im Deutschlandfunk aus einer ostdeutschen Stadt – aus Dresden. Im Jahr 1996 hat Pater Klemens Jockwig die Leitung des Hörfunkreferats an Pater Ulrich Behlau, ebenfalls Redemptonist, übergeben. Ihm folgte 2008 als erste Frau in dieser Position Dr. Silvia Katharina Becker. Im März 2009 zog das Katholische Hörfunkreferat, das sich seitdem als „Katholische Hörfunkarbeit“ bezeichnet, von Köln nach Bonn.  Im März 2012 erfolgte dann der Umzug ins Katholische Medienhaus, Bonn.

Mit der Verteilung der Zuständigkeiten zwischen Berlin und Köln übernahm der Berliner Hörfunkbeauftragte Prälat Wolfgang Knauft die katholischen Verkündigungssendungen im DeutschlandRadio Berlin (später Deutschlandradio Kultur, seit 1.5.2017 Deutschlandfunk Kultur). Er war bereits beim Rias in vergleichbarer Position tätig. 1996 übernahm der heutige Berliner Weihbischof Dr. Matthias Heinrich das Amt. Von 2001 bis 2016 waren Pfarrer Lutz Nehk und Frau Juliane Bittner für das Berliner Programm verantwortlich.

Die „Katholische Hörfunkarbeit für Deutschlandradio und Deutsche Welle“ ist eine Arbeitsstelle der Deutschen Bischofskonferenz. Die Beauftragten werden für jeweils drei Jahre von den deutschen Bischöfen ernannt.

Foto: © Jürgen Acker | www.pixelio
Foto: © Jürgen Acker | www.pixelio
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