Feiertag, 13.11.2022

Von Andrea Wilke, Arnstadt

"Gold und Silber habe ich nicht"...aber Zeit. Ehrenamtliche Begleitung am Ende des Lebens

Einfach da sein, zuhören, beten oder gemeinsam schweigen: Sterbebegleiter gehen den letzten Weg mit Menschen, die ihnen bis dahin meistens fremd waren.

© Zoe / Unsplash

Als mein Großvater starb, war er 95 Jahre alt. Zeit seines Lebens war er geistig rege; bis zum Schluss besorgte er noch fast allein seinen Haushalt. Die letzten fünf Tage seines Lebens lag er im Krankenhaus, bis er dann an einem Samstagmorgen gegen 4 Uhr starb.

Während er tagsüber von uns besucht wurde, war zum Zeitpunkt seines Sterbens in der Nacht niemand von unserer Familie bei ihm. Sein Bettnachbar erzählte uns, dass er wach wurde. Weil unser Großvater sehr unruhig war. Deshalb stand er auf, ging an sein Bett und nahm seine Hand.

In dem Moment sei unser Großvater ganz ruhig geworden und gestorben. Diesen Bericht des Bettnachbarn empfand ich damals als außerordentlich tröstlich. Und schon damals war tief im Inneren in mir der Gedanke, dass niemand allein sein sollte auf seiner letzten Reise.

Ehrenamt: Sterbebegleiter

Jasmin ist 37 Jahre alt. Sie hat schon viele Sterbende begleitet und macht es noch immer. Hauptamtlich arbeitet sie als Koordinatorin für den ambulanten Kinder- und Jugendhospizdienst der Malteser. Außerdem bildet sie mit einem Team Menschen aus, die gern ehrenamtlich Sterbende begleiten möchten.

Muss man bestimmte Voraussetzungen mitbringen, um diesen Dienst ausüben zu können? Jasmin beantwortet die Frage:

„Jede Person, die Sterbende begleiten möchte, sollte die Bereitschaft mitbringen, sich mit dem Thema Tod und Sterben zu beschäftigen. Auch mit der eigenen Vergänglichkeit. Das ist sehr wichtig. Das Thema an sich ranlassen, an sich persönlich ranlassen. Ich denke, das ist die wichtigste Voraussetzung.“

Das Thema „Tod und Sterben“ an sich heranzulassen, gehört nicht zu den Stärken unserer heutigen Gesellschaft. Der Tod wird von den meisten als bedrohlich empfunden, bestenfalls als Erlösung, wenn das Sterben mit schwerer Krankheit und Siechtum einhergeht. Doch man kann den Tod auch anders sehen.

Franz von Assisi nennt ihn einen Bruder und lobt Gott dafür. Doch man muss nicht ins Mittelalter zurückschauen, um auf solch eine Gesinnung zu treffen. Elisabeth Kübler-Ross, die 2004 verstorbene berühmte Sterbeforscherin, nennt den Tod einen freundlichen Gefährten. So heißt es in einem ihrer Bücher:

„Wenn du es vermagst, in dem Tod einen unsichtbaren, aber freundlichen Gefährten auf deiner Lebensreise zu sehen – der dich sanft daran erinnert, nicht bis morgen mit dem zu warten, was du eigentlich tun willst –, dann kannst du lernen, dein Leben wirklich zu leben und nicht nur einfach dahinzugleiten.“[1]

Dass Jasmin sich als junger Mensch mit Tod und Sterben befasste, nahm seinen Anfang während ihres Kunststudiums an der Bauhaus-Universität. Zum einen waren da die philosophischen Gespräche mit den Kommilitonen über dieses Thema. Zum anderen die immer stärker werdende Überzeugung, dass es für die Kunst notwendig ist, Lebenserfahrung zu haben.

Auf dem letzten Weg dabeisein

Jasmin wollte „nicht abgeschnitten von der Welt in Ateliers sitzen, sondern mit Menschen zu tun haben“. In diese Zeit fiel das Sterben ihrer Oma. Diese persönliche Begleitung, habe sie glücklicherweise als wirklich schön empfunden. Und, wie sie sagt, als Geschenk, dass sie in diesem intimen Moment dabei sein durfte.

Ob sie Angst gehabt habe, etwas falsch zu machen, frage ich sie. Ihre Antwort darauf:

„Tatsächlich habe ich damals gar nicht so nachgedacht, was jetzt richtig wäre oder falsch. Das Einzige, was mir falsch vorkam, – ich saß in meiner Wohnung und habe tatsächlich an dem Sonntag über die Sterbebegleitung gelesen. Ich hab mein Buch gelesen und mich damit beschäftigt, und dann  war da plötzlich die Idee, warum sitze ich eigentlich hier, während meine Oma im Pflegeheim liegt und vielleicht eigentlich jemanden bei sich haben möchte. Und dann bin ich losgefahren – an dem Tag ist sie dann auch gestorben. …

Also wirklich, vielleicht hat sie auch gewartet, ich weiß es nicht. Und als ich dann bei ihr war, hatte ich nie das Gefühl, irgendetwas falsch machen zu können. Weil das Dasein hat sich einfach gut angefühlt für mich. Sie war sehr religiös, das heißt, ich habe ihr noch einmal Lieder vorgesungen aus dem Gesangbuch. Und hab' auch mit ihr das Vaterunser gebetet, weil ich einfach weiß, dass ihr das sehr sehr wichtig ist. Und am Ende ihres Lebens, wirklich im letzten Moment ihres Lebens hat sie noch einmal ihre Augen geöffnet, hatte einen ganz wunderschönen Ausdruck in ihren Augen, als ob sie etwas ganz Tolles sieht, was nicht von dieser Welt ist. Das hat mich sehr berührt. Und danach war es einfach ganz friedlich. Ich hab nie darüber nachgedacht, was zu tun wäre, es kam sehr spontan, natürlich eigentlich.“

Einen Fremden in den intimsten Momenten des Lebens in seine Nähe zu lassen bedeutet viel. Die ehrenamtlich Sterbebegleitenden sind für die Sterbenden Fremde, die sie oft nicht so lange kennen.

Ihnen dann das Vertrauen zu schenken, im Sterben bei ihnen zu sein, ist nicht selbstverständlich. Jasmin, die beim Sterben ihrer Oma das Gefühl hatte, dass die Oma sie beschenkt hatte, weil sie dabei sein durfte, hat auch viele Sterbende erlebt, die lieber allein sterben wollten oder die nur eine einzige Person bei sich aushalten konnten.

Manchmal hört man stundenlang nur zu

Das hat auch Heinrich erlebt. Er ist 57 und lebt in Thüringen. Seit 2011 begleitet er jedes Jahr für eine Woche kranke und behinderte Menschen in den französischen Wallfahrtsort Lourdes.

Dabei sollte es nicht bleiben. 2018 trat er in den Malteserorden ein, ein über 1000 Jahre alter Orden, der sich der Bezeugung des christlichen Glaubens und der Hilfe für Bedürftige verpflichtet weiß. Seitdem arbeitet er ehrenamtlich als Sterbebegleiter.

Während der Ausbildung für dieses Ehrenamt hatte er enormen Respekt vor der Aufgabe, so dass er kurz davor war, abzubrechen.

„Ich dachte, oje, das trau ich mir nicht zu, das kann ich nicht. Das war schon schwierig. Ich bin Unternehmer, ein unruhiger Typ. Man muss im Endeffekt das Gegenteil davon sein. Man muss sich enorm zurücknehmen können. Man ist teilweise auch stundenlang nur da, hört zu... Das sind Situationen, wo man erst im Nachhinein merkt, ob es einem liegt oder nicht.

Diese Angst geht dann schnell vorbei, wenn man den Rücklauf hat, dass es harmoniert. Es kann ja jeder, sowohl der Sterbende als auch der Begleiter von der Begleitung zurücktreten. Es gibt eine Phase am Anfang, wo beide sagen können, es funktioniert nicht, ich möchte jemand anderen haben – und dann ist das auch so in Ordnung.“

Empathie, Toleranz und Geduld

Zu der wichtigen Voraussetzung für dieses Ehrenamt, sich überhaupt mit dem Thema Tod und Sterben auseinandersetzen zu wollen, kommen noch weitere Voraussetzungen. Das Interesse an anderen Menschen; eine gute Wahrnehmung; Empathie, also die Fähigkeit, sich in einen anderen Menschen hineinversetzen zu können; Toleranz.

Das heißt, auch andere Vorstellungen, eine andere Lebenshaltung oder eine andere Religion zu akzeptieren. Heinrich fällt es nach eigener Aussage deutlich leichter, christliche Menschen zu begleiten. Er kann mit ihnen beten, es gibt eine gemeinsame Basis.

Dabei hat er immer ein Handbuch der Malteser, ein Manuale mit sehr alten und tiefgehenden Gebeten, die seiner Erfahrung nach immer ankommen und immer bewegen. Ein gemeinsames Gebet, so sagt er, ein Vaterunser aus der Tiefe der Glaubenserfahrung, nimmt enorme Spannungen heraus, löst Verkrampfungen und gibt einen Frieden.

Gemeinsam beten – wenn gewünscht

Doch Heinrich hat natürlich auch mit nichtchristlichen Sterbenden zu tun, was angesichts der geringen Zahl an Christen in Thüringen nicht verwunderlich ist. Er beginnt jede Begleitung mit der Aussage, dass er katholisch ist und er fragt, ob er beten darf, ob sie gemeinsam beten wollen, ob er ein Lied vorsingen darf.

Bis jetzt hat er es nur einmal erlebt, dass jemand sagte, er möchte davon nichts hören, er möchte damit gar nichts zu tun haben. Es ist selbstverständlich, dass Heinrich, wenn jemand das nicht möchte, es auch unterlässt. Denn immer gilt: es zählt nicht, was der Hospizbegleiter möchte, sondern immer derjenige, der begleitet wird.

Jasmin erzählt, dass nur, wenn die Sterbenden von sich aus auf das Thema Gott oder Beten zu sprechen kommen, sie gern darüber mit ihnen im Gespräch ist.

„Dann können wir auch Gebete anbieten, dann können wir gern noch einmal mit einem Seelsorger, einem Pfarrer, einem Pastor in Kontakt treten, dass auch eine Krankensalbung ermöglicht wird oder eine Teilnahme an einem Gottesdienst. Da ist viel möglich. ...

Meistens ist es auch so, dass die Menschen von unserem eigenen Glauben nicht viel wissen möchten. Selbst wenn sie es ansprechen, geht es im Endeffekt darum, dass sie sich selbst gern mit dem Thema beschäftigen möchten, und eigentlich Zweifel ausräumen oder über Zweifel sprechen möchten. Oder vielleicht Hoffnung finden möchten darin, die ihnen in diesem Moment fehlt. Dann gehen wir gern darauf ein. Aber wir begleiten – wir missionieren nicht.“

Viele ältere Menschen, die in ihrer Kindheit und Jugendzeit im Glauben verwurzelt waren, diesen aber dann in späteren Jahren nicht mehr so praktiziert haben, finden am Lebensende wieder dazu zurück.

Wie wird der Tod sein?

Dann kommen existenzielle Fragen auf: Was passiert beim Sterben? Wie wird der Tod sein? Was bleibt, wenn der Körper sich auflöst? Fragen, auf die auch der Begleitende keine Antwort hat. Aber er kann ein Brückenbauer sein und dem Sterbenden Resonanz bieten.

Jasmin praktiziert und empfiehlt das Zurückfragen: Wie stellen Sie es sich denn vor? Viele tragen da irgendetwas in sich, das dann zum Vorschein kommt. Es würde verborgen bleiben, wenn man nicht darauf einginge. Mit den eigenen Verwandten darüber zu sprechen, ist oft schwierig.

Es gibt Hemmungen auf beiden Seiten. Oft sind die nächsten Angehörigen auch verunsichert, weil sie die Veränderungen wahrnehmen, wenn plötzlich Fragen am Lebensende aufkommen, die zuvor nie Thema waren.

Manchmal fragen sich Angehörige: Das ist er doch gar nicht, das ist ein ganz anderer Mensch jetzt, da kann ich gar nichts mit anfangen. So etwas kommt durchaus vor. Hier kann der Sterbegleiter, der ja von außen kommt, sehr entlastend sein.

Es gibt viele Situationen, in denen ein Hospizbegleiter Entlastung bringen kann. Er ist da, wenn Angehörige eines Sterbenden zu weit weg wohnen oder aus anderen Gründen es zeitlich nicht schaffen, ihn am Lebensende häufiger zu besuchen. Der Begleiter kann Angehörige etwas entlasten, die rund um die Uhr jemanden pflegen, zum Beispiel den Ehepartner oder ein Elternteil.

Alte Konflikte brechen auf

In der Zeit, die der Hospizbegleiter mit dem Sterbenden verbringt, kann der pflegende Angehörige auch mal etwas für sich tun. Doch nicht nur in praktischer Hinsicht ist die Hilfe durch einen Hospizbegleiter wertvoll. Manchmal schwelen ungelöste Konflikte innerhalb der Familie. Zum Teil brechen sie erst am Sterbebett auf.

Der Sterbebegleiter, der nicht in das familiäre Beziehungsgeflecht verstrickt ist, kann sich als neutrale Person unbefangen, offen und liebevoll um den Sterbenden kümmern.

Dass ehrenamtliche Hospizbegleiter im Moment des Sterbens dabei sind, den Sterbenden also bis zu deren letztem Atemzug begleiten, kommt im häuslichen Bereich selten vor.

Im stationären Bereich dagegen eher. In der Regel finden die Besuche wöchentlich statt. Der Ehrenamtliche kann aber auch häufiger den Sterbenden besuchen. Er muss und kann selbst entscheiden, was er zu leisten in der Lage ist.

So kommt auch Heinrich häufiger, wenn es Anzeichen dafür gibt, dass es die letzten Tage für den Sterbenden sein werden. Dann geht er auch täglich hin. Jasmin kommt auch dann häufiger, wenn die Angehörigen es mit dem Besuch nicht schaffen.

Was, wenn man etwas „falsch“ macht?

Gerade, wenn sich eine Beziehung entwickelt hat, kann das sehr kostbar sein. Trotzdem: Die Angehörigen haben immer Vorfahrt. Für sie sollte der Besuch auf jeden Fall immer vorrangig ermöglicht werden.

„Es ist aber auch häufig so, dass Angehörige sagen, sie möchten nicht dabei sein, sie möchten lieber die Oma oder die Mama so in Erinnerung behalten, wie sie sie erlebt haben als sie bei Kräften war.“

Es gibt eine Scheu, ja sogar Angst vor dem Umgang mit Sterbenden, Bedenken, etwas falsch zu machen. Dies sei aber völlig unbegründet, sagt Jasmin, und macht Mut: 

„Menschen am Lebensende zu begleiten gehört zu unserem Wesen als Menschen. Vor vielen Jahren war es ganz natürlich, dass wir Menschen  - am Beginn ihres Lebens – und am Ende ihres Lebens begleitet haben. Es ist ganz natürlich, es gehört auch für Kinder und Jugendliche dazu, es mitzuerleben. Es gehört einfach zu unserem Leben dazu – deshalb können wir es auch alle. Wir alle können Sterbende begleiten.

Das haben wir in uns, es braucht einfach nur die Ermutigung, das Vertrauen wieder zu finden, dass wir es einfach können. Es gibt nichts falsch zu machen. Das Falscheste wär, aus Angst nicht dazu sein.“

Ich möchte von Jasmin und Heinrich wissen, ob sich ihr Leben durch die Sterbebegleitung verändert hat.

Heinrich hat über die Jahre hinweg gemerkt, dass sich sein Glaube deutlich vertieft und intensiviert hat. Für ihn sei dabei die beruhigende Erkenntnis gewachsen, dass er in Gottes Händen sein kann, dass er auf ihn vertrauen darf. Dass der Tod zum Leben gehört und dass er nicht das Ende ist. Das gibt ihm, so sagt er, eine Sicherheit und eine Ruhe, die er dann auf die Sterbenden übertragen kann.

Jasmin sagt, sie sei nicht mehr die gleiche wie vorher. Sie mache keine großen Pläne mehr, was sie in 30 Jahren mache oder im Rentenalter. Bestenfalls in näherer Zukunft oder in der Gegenwart.

Das fühlt sich für sie gut und realistisch an, denn sie habe einfach viele Menschen erlebt, die mit 40, 50 oder 60 aus dem Leben gerissen wurden. Sie lebe mehr im Moment. Ihr sind Beziehungen wichtig, und wie sie mit ihrem eigenen Geist, mit ihrer eigenen Psyche umgehe, wie sie sie gestaltet.

Einfach da sein

Das sei sehr wichtig, weil es ja beim Hospizdienst auch um die Achtsamkeit geht. Wie kann ich präsent sein, wie kann ich frei sein von meinen Gedanken und Problemen und  für eine andere Person da sein? Das habe sie geprägt und das nehme sie mit in ihren Alltag.

„Wir unterschätzen es oft, wie wichtig es für die anderen ist, dass wir einfach da sind.“

Das ist ein Zitat von Petrus Ceelen, er ist Schriftsteller und Seelsorger und hat viele Menschen am Rand der Gesellschaft betreut und begleitet. In einem Interview erzählte er einmal von Miri. 

Miri, die dreizehnjährige aidskranke Tochter eines drogenabhängigen Paares, die sich bei der Geburt angesteckt hatte und schon zwei Brüder verloren hatte. Ich saß an ihrem Bett in einem Stuttgarter Krankenhaus und war betroffen, wie sie ihre ganze Verzweiflung herausschrie, wusste nicht, was tun.

Mit ihrem piepsigen Stimmchen sagte sie: „Nur ein bisschen dasein!“, und so blieb ich zwei Stunden lang und hielt ihre Hand. Tief beschämte mich, als sie sagte. „Du hast mir heute so sehr geholfen!“ Dabei hatte ich mehrmals den Impuls gehabt zu gehen, war aber trotzdem geblieben.

Zeit schenken. Da sein. Das ist wohl das Wichtigste, was Sterbebegleitende einem Menschen am Ende seines Lebens geben können. Jasmin präzisiert:  Liebevoll da sein.

„Ich glaube, es ist wichtig für die Person, die stirbt, dass da jemand ist, von dem sie geschätzt wird, ja ein Stück weit geliebt wird. Deshalb ist es in der Begleitung wichtig, dass eine gute Beziehung aufgebaut wird. Deshalb wird geschaut, welcher Ehrenamtliche zu einer bestimmten Person gut passen würde, ob die Chemie stimmt.

Es ist wichtig, dass man sich im Laufe der Begleitung füreinander öffnet und auch wirklich liebevoll da sein kann. Man sollte nicht mit irgendeinem Widerstand da sein, das spüren die Sterbenden.“

Mehr als 30 Jahre nach dem Tod meines Großvaters habe ich nach absolviertem Ausbildungskurs zur ehrenamtlichen Hospizbegleiterin eine 80jährige Dame an ihrem Lebensende begleitet.

Ich habe an ihrem Bett gesessen, manchmal ihre Hand gehalten, und für sie im Stillen um einen guten Übergang gebetet. Als sie dann starb, war ich selbst nicht dabei. Manchmal denke ich noch an sie, und dann flüstere ich ihr dankbar zu:

„Es war mir eine Ehre.“

Die redaktionelle Verantwortung für die Sendung hat Martin Korden.

Musik:

Ludovico Einaudi - Leo

Ludovico Einaudi – Una Mattina

Ludovico Einaudi – Dietro Casa

Ludovico Einaudi – Questa Volta

Ludovico Einaudi – Dolce Droga


[1] Elisabeth Kübler-Ross: Was der Tod uns lehren kann, Verlagsgruppe Droemer Knaur


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Dieser Beitrag wurde am 13.11.2022 gesendet.


Über die Autorin Andrea Wilke

Andrea Wilke wurde 1964 in Potsdam-Babelsberg geboren. 1989 - 1995 studierte sie Katholische Theologie in Erfurt und war danach bis 2002 tätig in der Forschungsstelle für kirchliche Zeitgeschichte an der Universität Erfurt. Sie ist Onlineredakteurin für die Homepage des Bistums und Rundfunkbeauftragte für den MDR im Bistum Erfurt. Kontakt
Bischöfliches Ordinariat
Onlineredaktion
Herrmannsplatz 9
99084 Erfurt
http://www.bistum-erfurt.de
awilke@bistum-erfurt.de

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