Feiertag, 12.06.2022

Dr. Gotthard Fuchs, Wiesbaden

Im Ursprung ist Beziehung – und dazu gehören drei. Warum Christen an den dreieinen Gott glauben

Wie sieht Gott aus? Ist er einer, der aus drei Teilen besteht oder drei Teile, die einen machen? Gott Vater, Gott Sohn, Gott Heiliger Geist: Das Geheimnis der Dreifalitigkeit ist schwer zu fassen.

© Stephanie LeBlanc / Pexels

Eines gleich vorweg: wenn es wirklich um Gott gehen soll, dann ist eines völlig falsch am Platz: Herumspekulieren. Denn mit Gott ist es so wie mit der Liebe: die ist im Prinzip so klar, dass sie jeder und jedem einleuchtet. Klar wie Sonnenschein und sauberes Wasser.

Natürlich gibt es Komplikationen, und Herz reimt sich auch auf Schmerz – aber weiß nicht jeder zutiefst, was gut ist und gut tut? Was Glück ist, weiß jeder – mindestens der Sehnsucht nach. Warum sagt jede Mutter, wenn sie ihr Kind tröstet, es werde alles wieder gut? Woher dieses Zutrauen?

Die Sache mit Gott hat etwas mit dieser Selbstverständlichkeit des Daseins zu tun, wie Ein- und Ausatmen, wie Lob und Trost und Liebe, eben wie das Leben. Und trotzdem gibt es nichts, was weniger selbstverständlich wäre. Warum ist überhaupt etwas und nicht nichts? Woher und wohin mit dem Ganzen, eingeschlossen mich selbst und natürlich die, die ich liebe?

Wie sieht Gott aus?

Unvergessen ist mir das Auto-Gespräch mit meinem kleinen Neffen damals. Wir fuhren nach der Christmette zurück, da fragt er mich plötzlich:

„Du, wie sieht eigentlich Gott aus?“

Noch heute erinnere ich mich, wie mir das Herz in die Hose rutschte. Welch eine Jahrtausendfrage! Und dann kam mir die Antwort, für die ich heute noch dankbar bin.

„Du, das weiß ich auch nicht“,

sagte ich,

„noch niemand hat Gott gesehen. Aber ich denke, das ist so ähnlich wie mit der Luft. Wir beide könnten uns gar nicht unterhalten, wäre die Luft nicht da und unser Atem. Wir sehen sie nicht, aber sie sind da. Und so ist es mit Gott.“

Im Grunde, so möchte ich heute ergänzen, ist die Sache mit Gott so selbstverständlich wie das Atmen und das Dasein. Nichts ist uns näher als Ein- und Ausatmen, als Lob und Liebe. Aber nichts ist auch weniger selbstverständlich. Wie schnell kann einem die Luft ausgehen, und zudem ist die so oft ozonartig verschmutzt.  

Wenn ich Gott sage, frage ich nach der Wirklichkeit, in der wir uns immer schon vorfinden. Das deutsche Wort Geheimnis bringt es treffend auf den Punkt: da steckt das Wort „Heim“ drin, da sind wir zu Hause. Rätsel kann und muss man lösen, Geheimnisse werden nie gelöst, die werden bewohnt und begangen, da sind wir immer schon drin – wie im Atmen, wie im Leben.

Wie schade, dass das Wort „Gott“ so verrätselt wurde! Wie schade, dass man mit ihm Konkurrenz zu Mensch und Welt verbindet oder eben nur eine Zutat zum vermeintlich Normalen. Aber umgekehrt wie spannend auch, dieses Menschheitswort wieder im Alphabet des Alltags zu buchstabieren und die Gotthaltigkeit des Alltäglichen zu lernen.

Das Geheimnis der Dreifaltigkeit

Christen begehen heute den Dreifaltigkeitssonntag. Deshalb konzentrieren wir uns in dieser Sendung auf das christliche Gottesbekenntnis, wonach Gott dreieinige Beziehung ist: Vater, Sohn und Geist. Doch warum glauben Christen das?

„Im Namen des Vaters und des Sohnes und des Heiligen Geistes.“

So beten Christen. Macht der Glaube an den einen Gott in drei Personen nicht alles nur noch komplizierter? Vielleicht taucht da auch der böse Verdacht auf, der klassisch in Goethes Faust formuliert wird:

„Mein Freund, die Kunst ist alt und neu.
Es war die Art zu allen Zeiten,
durch Drei und Eins und Eins und Drei,
Irrtum statt Wahrheit zu verbreiten.“   

Warum begnügen wir uns nicht mit dem großartigen Monotheismus, wie wir ihn dem Ersten Testament verdanken:

„Höre, Israel, dein Gott ist einzig“,

und er ist einer, heißt es da. Warum dagegen schon in den Anfängen des Christlichen diese Dreistrophigkeit im Glaubensbekenntnis: Vater, Sohn und Geist?

Der Grund dafür ist ebenso einfach wie abgründig: Er heißt Jesus von Nazareth, genauer noch: Jesus, der Christus. Christen sind förmlich dadurch definiert, dass sie alles in Verbindung mit Jesus bringen: Gott, die Welt, die Mitmenschen, die Dinge, sich selbst. Alles steht im Licht dieses Menschen.

Gott in Jesus, Jesus in Gott

Es ist wie bei einer Liebeserklärung. Elementarster Ausdruck dafür ist das Bekenntnis: Jesus der Christus, das heißt: der Messias, der Repräsentant Gottes, der Sohn Gottes, „in ihm wohnt die Fülle der Gottheit“, wie es schon im Neuen Testament heißt (Kol 1,19). Alle Ehrentitel für Jesus haben diesen Charakter von Kosenamen und Ehrenbezeichnungen, von höchster Wertschätzung.

„Ich und der Vater sind eins“,

sagt Jesus im Johannes-Evangelium (Joh 10,30). Man kann demnach christlich nicht „Gott“ sagen ohne Jesus; und man kann nicht „Jesus“ sagen ohne Gott. Dieser Mensch ist ganz in Gott, und Gott ganz in diesem Menschen, unvermischt und ungetrennt. So heißt es später in einem Spitzensatz der Christenheit.

Wir könnten auch sagen: In Jesus ist Gott zur Welt gekommen, und die Welt zu ihm. Und immer sind der suchende Gott und der suchende Mensch unterwegs aufeinander zu. Denn was damals definitiv begonnen hat, ist universal noch nicht durch.

Genau diese Hochschätzung Jesu sprengt den überlieferten Monotheismus Altisraels. Dass dieser Mensch wirklich so innig mit Gott und in ihm ist, ist in der Tat eine unglaubliche Botschaft. Dass im Geheimnis des einzigen Gottes, dem Schöpfer der Welt, Raum ist für diesen gekreuzigten Mitmenschen, das ist nicht zu fassen. Aber genau das ist Grund christlicher Hoffnung.

Das österliche Bekenntnis zu Jesus, dem Christus, verändert die Vorstellung von Gott und vom Menschen, und von der Welt im Ganzen. Alles in Gott, Gott in allem, keine Trennung zwischen ihnen und keine Vermischung.

Nichts in der Welt ist demnach Gott, so absolut transzendent und uns gegenüber ist er oder sie; aber nichts in der Welt ist mehr gottlos, als gäbe es etwas ohne Beziehung zu ihm. Alles kann und soll deshalb geschehen „im Namen des Vaters durch den Sohn im Heiligen Geist“.

Ohne den Geist geht es nicht

Halten wir inne: Wie unglaublich das alles doch klingt, wie verrückt fast. Es ist ja in der Tat eine unfassbare Geschichte, sich gerade für diesen Jesus als Christus zu entscheiden und ihn in den Mittelpunkt der eigenen Selbst- und Weltsicht zu stellen. Was ist nur mit den Jesusleuten damals nach der Kreuzigung ihres Anführers passiert?

Zuerst fliehen sie verständlicherweise und in Panik, und dann drehen sie sich in die Gegenrichtung um und riskieren ihr ganzes Leben für ihn und seine Botschaft, offensiv verkünden sie das Evangelium bis an die Enden der Erde! Und das ist ja bis heute so, wo Menschen glaubend für Jesus einstehen und seiner Botschaft folgen!

Eine entscheidende Antwort findet sich schon beim Apostel Paulus. Der jungen christlichen Gemeinde in Korinth schreibt er ins Stammbuch:

„Niemand kann sagen, Jesus ist der Herr, es sei denn im Heiligen Geist.“ (1 Kor 12,3)

Wer sich zu Jesus als seinem Herrn und Christus bekennt, mit dem ist etwas passiert. In dem ist offenkundig ein neuer Geist am Werk, und der kommt von Gott. Solch eine verrückte Konversion vollzieht niemand einfach mal so, da ist eine besondere Motivation am Werk, da ist jemand von woanders her bewegt.

Wieder liegt der Vergleich zur Liebe nahe: was ist los, wenn es klick macht zwischen zwei Menschen? Hoffentlich alle wissen aus eigener Erfahrung, dass da mehr im Spiel ist als Du und Ich. Woher die Begeisterung füreinander, woher dieser zündende Funke, das Feuer?

Paulus und die frühen Christen sprechen vom Heiligen Geist. Sie erfahren und bezeugen, dass ihre Jesus-Begeisterung von woandersher kommt und sie völlig verwandelt. Es ist derselbe Geist, den sie in Jesus am Werk sehen, und der sie selbst nun umtreibt.

Ohne diesen Geist kann man Jesus interessant finden und z.B. als Prophet oder Lehrer hochschätzen. Aber in ihm den Stellvertreter Gottes selbst sehen, ja Gott selbst – das ist Geschick und Geschenk von woanders her. Und es verändert das eigene Leben auf der Spur dieses Jesus.

Im Milieu Gottes sein

Warum also glauben Christen an einen dreieinigen Gott? Weil sie sich von Gestalt und Geschick Jesu bewegt wissen und das als Geschenk begreifen, als Lebensglück. Alles, was ist, wird ihnen da durchsichtig auf jenen guten Schöpfergott, der von Anfang an am Werk ist und sie neu anfangen lässt.

Er ist ihnen wie Vater und Mutter, wie Freund und Freundin; in Jesus erkennen sie den „Erstgeborenen der ganzen Schöpfung“ (Kol 1,18). In Seinem Geist kommt alles zum Guten voran, und das Angesicht der Erde wird erneuert.

„Unwahrscheinlicher als Jesus Christus ist nichts“,

notierte in unseren Tagen Botho Strauß. Und Meister Eckhart zog daraus die Konsequenz, die typisch christliche Konsequenz:

„Wäre ich so offen für den Heiligen Geist wie unser Herr Jesus Christus, wahrlich er würde aus mir einen zweiten Christus machen.“

In der Tat sind nun alle eingeladen, ihr inneres Gottesbild auch auszugestalten, ihre Christusgestalt. In uns allen geht es um die Vereinigung von Gott und Mensch, Jesus ist dabei Initiator, Ursprung und Maßstab – nicht um ihn zu kopieren, sondern um selbst ein Original zu werden, ein Sohn, eine Tochter Gottes.

Nirgends wird der trinitarische Gottesglaube so elementar durchbuchstabiert wie im Beten der Christen und ihren Kirchen. Christliches Danken und Bitten richtet sich an

„Gott, den Vater, den Allmächtigen … durch Jesus Christus unseren Herrn … in der Einheit des Heiligen Geistes“.

So lauten die gängigen Schlussformeln der christlichen Gebete schon in der frühen Kirche. Im Sinne des Paulus kann man diese Gebetsrichtung auch umkehren: Wer betet, tut dies immer schon im Heiligen Geist, im Milieu Gottes also. Wäre nicht etwas mit mir schon im Gange, würde ich ja gar nicht beten, vom Können ganz zu schweigen!

Ein Gott in drei Wirklichkeiten

Es ist aber nicht ein Allerweltsgeist, nein es ist der Geist, der an Jesus erinnert und an ihn bindet. Und so beten Christen auch nicht zu einem Allerweltsgott, sondern zu dem, der uns „durch Jesus Christus“ und dank seiner entgegengekommen ist und entgegenkommt.

Ein Gott in drei Stationen und Dimensionen, ein Gott in drei Gestalten und Wirklichkeiten: Gott über uns, Gott neben uns, Gott in uns. Ja, sagen wir mit der Sprache der Alten Kirche auch: ein Gott in drei Personen. Aber schon der heilige Augustinus war da sehr zögerlich, denn es sind ja gerade nicht drei individuelle Persönlichkeiten gemeint. Eigentlich müsste man sagen, so meinte er: „drei Ich-weiß-nicht-was“.

So geheimnisvoll ist diese Beziehung. Groß ist die Gefahr, dass man in eine Dreigötterlehre abrutscht. Selbst das „Ehre sei dem Vater und dem Sohn und dem Heiligen Geist“ war früher deshalb sehr umstritten, weil es da drei auf gleicher Ebene nebeneinander stellt. Nein, Beziehung steht im Mittelpunkt:

„Ehre sei dem Vater durch den Sohn im Heiligen Geist“,

also voller Dynamik auf Vollendung hin.

Wie auch immer, entscheidend ist dies: wenn dieser Gott für uns und alle so freigebig ist, dass er sich selber mitteilt und verschenkt, dann muss er in sich selber so sein, wie er für uns ist: nichts als weiträumig aufgeschlossen und mit Herzraum für alle, nichts also als Liebe.

Auch für Christen ist Gott ein einziger, ein wunderbares Gegen-Über in allen Lebenslagen. Aber dieses monotheistische Bekenntnis zum einen Gott hat durch Jesus Christus und seine Ausstrahlung eine besondere Färbung erhalten: Gott selbst ist innerlichst weltaufgeschlossen.

„Im Hause meines Vaters sind viele Wohnungen“,

sagt Jesus im Johannesevangelium. Da ist Platz für jeden, da finden alle ihre Zukunft.  Das Bekenntnis zum dreieinigen Gott feiert seinen Beziehungsreichtum, seine Weltoffenheit, seine Menschenliebe.

Er braucht uns Menschen nicht, aber will uns brauchen und allen Zukunft wie Herkunft sein. Und das Maß seiner Liebe ist er selbst. Das ist im Unterschied zu uns Menschen maßlos und ohne Vergleich. Gottes Liebe ist nicht abhängig von unserer Gegenliebe, sie kommt ihr immer zuvor, sie geht dem Verlorenen nach.

Warum 1 und 1 drei ergeben

Holen wir das Gesagte noch tiefer hinein in die Niederungen unseres Alltags, schauen wir auf das schönste, aber anstrengendste Geheimnis des Lebens, natürlich die Liebe. Denn deren Grundgesetz heißt: 1 + 1 = 3. Da bist du, dann bin ich - und ich bin nicht auf der Welt, um dir zu gefallen; und du bist nicht auf der Welt, um mir zu gefallen, wenn wir uns trotzdem finden, umso schöner.

Wenn es Klick macht und wechselseitig zum Ja-Wort kommt, wissen mindestens die beiden: Das haben wir nicht gemacht, das ist geschenkt worden. Da ist ein Drittes im Spiel, ein Fluidum, ein gewisses Etwas, oder soll ich sagen: ein Dritter, eine Dritte im Bunde?! Wohl jede Art Beziehung, aber Freundschaft und Liebe besonders, haben diesen Dreiklang.

Und je selbstständiger solche Pole der Partnerschaft sind, desto lebendiger für alle: Wir kommen durch andere mehr zu uns selbst, und gleichermaßen können wir selbstlos für andere da sein. Und wohl nirgends wird das Dazwischen seinerseits in der Partnerschaft dann so lebendig wie im gemeinsamen Kind.

In christlicher Perspektive ist dieses dreieinige Wunder der Liebe die Musik der ganzen Schöpfung, die Matrix der Wirklichkeit.

„Der Vogel kann in der Luft nicht versinken, der Fisch kann im Wasser nicht ertrinken, Gott hat jeder Kreatur gegeben, ihrer Natur gemäß zu leben.“

So dichtete Mechthild von Magdeburg von der Minne, der Liebe. Da ist alles in seinem Element. Ob das der Grund ist, dass wohl jeder Mensch so empfänglich ist für wirkliche Liebe und ehrliche Anerkennung? Noch mitten in elendesten Verhältnissen im Nazi-Gefängnis konnte ein Alfred Delp formulieren:

„Die Welt ist Gottes so voll…Aus allen Poren der Dinge quillt er gleichsam uns entgegen.“

Woher denn sonst die große Hilfsbereitschaft unter uns Menschen, die wunderbare Phantasie im Helfen und Teilen, im Dasein miteinander und füreinander? „Im Ursprung ist Beziehung“, und die soll gelebt werden. Sich lieben lassen und lieben - so nimmt der Mensch teil an der Fortsetzung und Bewahrung der Schöpfung, an ständigem Einsatz für Gerechtigkeit und Frieden.

Beziehungsvielfalt und Macht-Teilung in der Gott

Freilich: Verklären wir die Sache mit der Liebe nicht. So wunderbar sie ist, wo sie geschieht und gelingt, sie verlangt bekanntlich auch viel Beziehungsarbeit. Und oft genug ist sie mit Leid verbunden, auch mit Missbrauch, mit Scheitern und Gewalt.

Wenn Christen im Heiligen Geist beten und handeln, dann geraten sie immer in die Nachfolge Jesu. Er hat das Leiden nie gesucht, aber er ist mitten hineingegangen in das Auge der Gewalt bis zum Kreuz. An den dreieinigen Gott zu glauben und seinem Geist zu trauen, führt mitten hinein in die Leidensgeschichten dieser Welt. Im Heiligen sollen wir schreien: „Vaterunser“.

Denn Gott selbst zeigt sich als mitleidend: Indem er den gekreuzigten Jesus zu sich nimmt, ergreift er Partei für die Erniedrigten und Verdammten dieser Erde, er hat ein Herz für sie und schafft ihnen recht. Durch den trinitarischen Gottesglauben ist das Bild des mitleidenden Gottes in die Welt gekommen. Er nimmt sich sozusagen höchst persönlich die Täterinnen und Täter des Bösen zur Brust, und ihre Opfer zu Herzen.

Wer sich zu diesem Gott bekennt, wird genau hinsehen müssen, wo die falschen Führer und Verführer sind. Und das Bekenntnis zum Heiligen Geist nötigt dazu, Ungeist beim Namen zu nennen.

Wer den Schöpfer-Geist begrüßt, muss auch beim Namen nennen, wo der Ungeist weht, der zerstört und kaputt macht. Sehr treffend kommt hier zum Ausdruck, worauf es christlich ankommt: Vergebung, Gemeinschaft, Hoffnung auf Versöhnung und Auferstehung.

In seinen „Spätsätzen“ hat der Dichterpfarrer Kurt Marti notiert:

„Vielleicht ist die Vorstellung von einer Dreieinheit Gottes das genialste Denkbild der christlichen Theologie, dessen Potentialität noch lange nicht ausgeschöpft ist. Es wagt, Beziehungsvielfalt und Macht-Teilung in der Gottheit zu denken, so dass man in ihm auch Prinzipien wie Gewaltenteilung, Mitsprache, Mitbestimmung vorgezeichnet finden kann.“ (Spätsätze, Stuttgart 2010,29)

In der Tat: eine höchst aktuelle Aufgabe – in der Kirche, in der Gesellschaft, im alltäglichen Leben.

„Im Ursprung ist Beziehung“!

Und:

„Glaubhaft ist nur Liebe“!

Die redaktionelle Verantwortung für die Sendung hat Martin Korden.

Musik:

Ola Gjeilo – Serenity (O magnum mysterium)

Ola Gjeilo – The Spheres

Ola Gjeilo – Reflections

Ola Gjeilo – Ubi Caritas

Ola Gjeilo – Tundra


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Dieser Beitrag wurde am 12.06.2022 gesendet.


Über den Autor Pfarrer Gotthard Fuchs

Pfarrer Dr. Gotthard Fuchs, wurde 1963 in Paderborn zum Priester geweiht und hat seitdem zahlreiche Tätigkeiten in Seelsorge und theologischer Lehre, in Beratung- und Bildungsarbeit geleistet. Von 1983 bis1997 war Fuchs Direktor der Katholischen Akademie der Diözesen Fulda, Limburg und Mainz; zuletzt war er Ordinariatsrat für Kultur-Kirche-Wissenschaft. Seine Schwerpunkte liegen auf der Geschichte und Gegenwart christlicher Mystik im Religionsgespräch, auf dem Verhältnis von Theologie und Psychologie und von Seelsorge und Therapie. Zu diesen Themen hat er zahlreiche Veröffentlichungen publiziert. Kontakt
gotthardfuchs@t-online.de 
 

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