Feiertag, 12.09.2021

von Michael Kinnen, Trier

"Kein Weltfriede ohne Religionsfriede!" Hans Küngs "Weltethos" und der 11. September

Schon viele Jahre vor dem "11. September" hat der Theologe Hans Küng ein "Projekt Weltethos" ins Leben gerufen: Kein Weltfriede ohne Religionsfriede!, lautet eine der Grundthesen. Hans Küng hat erkannt, was sich seitdem in vielfacher Hinsicht bewahrheitet hat. Auch heute, am 20. Jahrestag der Terroranschläge von New York und Washington, zeigt die visionäre Kraft dieses Projekts ihr grundlegendes Potenzial. Die Suche nach Wahrhaftigkeit ist die Sehnsucht nach Frieden, im Großen wie im Kleinen.

© Wikipedia / gemeinfrei

Es gibt Tage und Ereignisse, da weiß man noch nach Jahren genau, was man an jenem Tag gemacht hat. Wo man war, wie es sich angefühlt hat. Beim Fall der Berliner Mauer. Beim Tod des Papstes. Oder – wie jetzt  am Jahrestag – am 11. September 2001 – „Nine eleven“. Ich erinnere mich, dass ich damals gerade eine neue Arbeitsstelle angetreten hatte als Rundfunkredakteur.

Am Nachmittag des 11. September kam mein Chef ins Büro: Kommen Sie mal rüber. Es ist etwas passiert. Und nach und nach kamen die Kolleginnen und Kollegen zusammen, starrten schweigend auf den Bildschirm und konnten es kaum fassen: Das brennende World-Trade-Center, die Rauchschwaden, die Ahnung, dass da viele gestorben sind, das Entsetzen, als die Gebäude einstürzten.

„Das gibt Krieg“,

sagte mein Chef fassungslos. Und die Nachrichten überschlugen sich...

Was dann passierte, brauche ich hier nicht nachzuerzählen. Gerade jetzt, in diesen Tagen, wenn sich das zum 20. Mal jährt und sich durch die Entwicklungen in Afghanistan viele Rückblicke und Bezüge auftun. Der Krieg kam in Afghanistan unmittelbar. Später im Irak. Viele Geschichten sind bekannt, viele noch unerzählt.

Mir ist heute eine Geschichte wichtig, die sich parallel abspielte, eher unbemerkt im Vergleich zu den Schlagzeilen jener Tage - und doch von großer Bedeutung. Am 9. November, knapp zwei Monate nach den Anschlägen sprach ein Mann vor der UNO-Vollversammlung. Ein Theologe, kein Politiker. In einer hoch aufgeheizten Lage sagte er diese Sätze:

„Kein Friede unter den Nationen ohne Frieden unter den Religionen. Kein Friede unter den Religionen ohne Dialog zwischen den Religionen. Kein Dialog zwischen den Religionen ohne globale ethische Standards. Kein Überleben unseres Globus in Frieden und Gerechtigkeit ohne ein neues Paradigma internationaler Beziehungen auf der Grundlage globaler ethischer Standards.[1]

Kein Weltfriede ohne Religionsfriede

Der Theologe, der da sprach, war Hans Küng. Seine Worte waren nicht neu. Er hatte sie schon einige Jahre zuvor in einem Buch zusammengefasst: „Projekt Weltethos“[2] heißt es. Kein Weltfriede ohne Religionsfriede! Es braucht globale ethische Standards zum Überleben des Globus, der Menschen. Thesen, entwickelt aus der Erfahrung der Geschichte der großen Weltreligionen.

Während in Amerika und anderswo die Rede vom „Clash of cultures“ war, vom Aufeinanderprallen der so genannten „westlichen Welt“ und der islamischen Religion, fand Hans Küng ganz andere Worte. Er sprach vom „Weltethos“: nach wie vor eine Aktualität in einer explosiven Weltlage:

„Erstens das Prinzip der Menschlichkeit: Jeder Mensch – ob Mann oder Frau, weiß oder farbig, reich oder arm, jung oder alt – muss menschlich behandelt werden. Noch deutlicher ausgedrückt ist dies in der 'Goldenen Regel' der Gegenseitigkeit: Was du nicht willst, das man dir tut, das füge auch keinem anderen zu. Diese Prinzipien werden in vier zentralen Lebensbereichen entfaltet und rufen jeden Menschen, jede Institution und jede Nation dazu auf, ihre Verantwortung wahrzunehmen: – für eine Kultur der Gewaltlosigkeit und der Ehrfurcht vor allem Leben, – für eine Kultur der Solidarität und eine gerechte Wirtschaftsordnung, – für eine Kultur der Toleranz und ein Leben in Wahrhaftigkeit, – für eine Kultur der Gleichberechtigung und die Partnerschaft von Mann und Frau.[3]

Wegweisende Worte! 1990 ist Hans Küngs Buch „Projekt Weltethos“ erschienen. Als Zusammenfassung jahrelanger Forschung in Theologie und Philosophie der Weltreligionen und Kulturen. Fanatiker in allen Religionen haben über Jahrhunderte viel Leid angerichtet, mit Rechthaberei, Überheblichkeit, Gewalt und Terror.

Die Taliban zeigen das gerade wieder: Fanatiker und Terroristen, die sich auf die Religion berufen, sie missbrauchen und pervertieren. Dabei gibt es so viel Verbindendes in allen Religionen und darüber hinaus in allen Kulturen, das größer ist, tiefer, menschlicher und existenzieller. Darum geht es Hans Küng im „Weltethos“ – oder wie er es im Originalton einmal formulierte:

„Weltethos heißt: ein Minimum an gemeinsamen Normen, Maßstäben und Werten, die sowohl von Menschen in den verschiedenen Religionen wie auch von Glaubenden und Nicht-Glaubenden gemeinsam vertreten werden können.“

Nicht morden, nicht rauben, nicht lügen. Bekannt aus den Zehn Geboten – und in vielen Religionen und Kulturen auf ähnliche Weise grundgelegt. Zusammengefasst in der „Goldenen Regel“, die mehr ist als ein Sprichwort. Sie spricht eine einfache Wahrheit aus, die das menschliche Miteinander erst möglich macht: Was du nicht willst, das man dir tu'; das füg' auch keinem ander'n zu.

Das ist keine Erfindung des Christentums oder des Abendlandes, das gab es schon als Orientierung im Konfuzianismus in vorchristlicher Zeit und auch in verschiedenen anderen Religionen und Kulturen seitdem. In der Bibel sagt Jesus an zentraler Stelle in der Bergpredigt:

„Alles, was ihr wollt, dass euch die Menschen tun, das tut auch ihnen!“[4]

So einfach. So grundlegend. Und doch so schwierig im Alltag.

Wie das „Weltethos“ entstanden ist – und was es meint

Hans Küng: kein Unbekannter. Als er 2001 auf der großen Weltbühne der UNO-Vollversammlung spricht, ist er längst ein Theologe von Weltruf. 1928 in Sursee in der Schweiz geboren, dann nach Rom zum Studium gegangen und dort zum Priester geweiht, war Hans Küng ein theologischer „Shooting-Star der Kirche“.

Auf Augenhöhe mit Joseph Ratzinger, der wie er als sehr junger Wissenschaftler Kardinäle und Bischöfe beraten hat, die Anfang und Mitte der Sechziger Jahre zum Zweiten Vatikanischen Konzil in Rom zusammengekommen waren, um die Weichen für die Kirche der Zukunft zu stellen.

Und Küng machte sich auch selbst einen Namen. Als Professor für Dogmatik dozierte und publizierte er in Tübingen zu den Zukunftsthemen der Kirche. Mit viel Freimut und so provokativ, dass er immer wieder mit dem Vatikan in Konflikt gerät: 1979 entzieht Rom ihm schließlich die kirchliche Lehrerlaubnis, als Küng sich kritisch zur päpstlichen Unfehlbarkeit äußerte.

Das waren sehr schwierige Jahre, sagte Hans Küng einmal in einem Interview rückblickend. Aber das hat ihm, dem katholischen Theologen und Priester, neue Perspektiven geöffnet, den Horizont weiter gemacht.

„Ich glaube, ich hätte die Weltethos-Idee nie gehabt, wenn ich einfach weiter hätte Dogmatik dozieren müssen. Und ich bin sehr froh über die Entwicklung, auch wenn sie nicht beabsichtigt war von römischer Seite. Ich habe dadurch den Weg gehen können im Dienst an der Einheit der Kirche, zum Frieden unter den Nationen bis hin zur Gemeinschaft der Nationen: Ich konnte für die UNO wirken, für die UNESCO wirken...[5]

Judentum, Christentum, Islam, die östlichen Religionen, afrikanische Religionen und Kulturen und mehr: Hans Küng hat die Welt bereist – dabei Menschen und ihr Denken kennengelernt. Und so auch das Verbindende entdeckt, das allen Menschen gegeben ist, ob sie gläubig sind oder nicht: die Suche nach Wahrheit – oder eher: nach Wahrhaftigkeit.

Das hat Folgen und heißt konkret das, was er im „Projekt Weltethos“ beschreibt:

„Nicht nur Freiheit, sondern zugleich Gerechtigkeit; nicht nur Gleichheit, sondern zugleich Pluralität; nicht nur Brüderlichkeit, sondern Geschwisterlichkeit; nicht nur Koexistenz, sondern Frieden; nicht nur Produktivität, sondern Solidarität mit der Umwelt; nicht nur Toleranz, sondern Ökumenismus.“[6]

Es blieb nicht beim Buch, nicht bei Büchern... und nicht bei Worten allein. Fünf Jahre nach dem Buch ist in Tübingen die „Stiftung Weltethos“ entstanden, heute mit Ablegern in verschiedenen Ländern. Um die Idee weiter zu durchdenken und bekannter zu machen, hat die Stiftung so genannte „Weltethos-Reden“ organisiert.

Politiker und Persönlichkeiten aus aller Welt eingeladen, um aus ihrer Sicht Perspektiven für ein Miteinander der Kulturen und Religionen für den Weltfrieden darzulegen: Alt-Kanzler Helmut Schmidt und die UN-Menschenrechtskommissarin Mary Robinson waren darunter, die Friedensnobelpreisträger Desmond Tutu und Shirin Ebady; die Bundespräsidenten Horst Köhler und Frank-Walter Steinmeier.

2003 kam der damalige UNO-Generalsekretär Kofi Annan zur Weltethos-Rede nach Tübingen. Noch immer unter dem Eindruck des 11. September zwei Jahre zuvor und seiner Auswirkungen, sagte er damals: Wer Solidarität und Mitgefühl nur für die eigene Gruppe gelten lässt, die eigene Nation, die eigene Kultur, der hat ein enges, ein „partikularistisches Wertsystem“ - exklusiv, ausschließend. Und, so Kofi Annan weiter...:

„Wir haben gesehen, welch verheerende Folgen solche partikularistischen Wertsysteme haben können: ethnische Säuberungen, Völkermord, Terrorismus und die Ausbreitung von Furcht, Hass und Diskriminierung. Es gilt daher nunmehr, unseren universellen Werten erneut Geltung zu verschaffen. Wir müssen den kaltblütigen Nihilismus von Attentaten, wie sie am 11. September 2001 gegen die Vereinigten Staaten begangen wurden, entschlossen verurteilen. Wir dürfen aber nicht zulassen, dass solche Anschläge einen "Zusammenprall der Kulturen" provozieren, in dem Millionen Menschen aus Fleisch und Blut einer Schlacht zwischen zwei Abstraktionen – dem 'Islam' und dem 'Westen' – zum Opfer fallen, als ob islamische und westliche Werte unvereinbar wären. Sie sind es nicht.“[7]

Allzu schnelle Antworten, Schubladen, Schwarz und weiß. Schuldige und Opfer. „Wir“ und „die da“. Das führt nicht zum Frieden. So ein Horizont ist viel zu eng. Bis heute. Die globale Welt braucht globale Antworten. Ein globales, weltweites Ethos. Weiter sagte der UNO-Generalsekretär damals:

„Daraus folgt, dass keine Religion und kein ethisches System je wegen moralischer Entgleisungen einiger ihrer Anhänger verurteilt werden sollten. Wenn ich als Christ beispielsweise nicht will, dass mein Glaube nach den Handlungen der Kreuzritter oder der Inquisition beurteilt wird, muss ich auch selbst sehr vorsichtig sein, um nicht den Glauben eines anderen nach den Handlungen zu beurteilen, die einige wenige Terroristen im Namen seines Glaubens begehen.“[8]

Globale Normen und Werte – Fundamente aller Religionen und Kulturen

In der globalen Weltsicht hängt vieles zusammen, auch an politischen und wirtschaftlichen Machtinteressen und Verstrickungen. Da war Hans Küng ebenso klar wie prophetisch. Pauschal und undifferenziert von „dem Westen“ und „dem Islam“ zu sprechen, wie man das bis heute in unterschiedlichen Zusammenhängen hört – ist falsch.

Das bringt nur neuen Unfrieden, neuen Hass und neue Gewalt und Terror mit sich. Werte, gar „westliche“ oder „abendländische Werte“ müssen sich bewähren; müssen lebensdienlich sein, sonst bleiben sie entweder floskelhaft-hohl oder werden gar selbst zur Aggression, zur Abgrenzung, zur Ideologie. Da gibt es in allen Religionen gute Ansätze, schreibt Hans Küng. Diese müssten aber auch von denen, die sich darauf berufen, wahrhaftig umgesetzt werden:

„Das Weltethos will die Ethik der einzelnen Religionen nicht ersetzen, sondern unterstützen. Das Weltethos reduziert die Religionen nicht auf einen ethischen Minimalismus, sondern weist auf einen Grundstock von elementaren humanen Lebensregeln hin. Weltethos ist nicht ein westliches Programm, das dem Rest der Welt auferlegt werden soll, sondern es speist sich aus allen großen Weltkulturen.“[9]

Die Religionen sind nicht gleich und Weltethos zielt nicht auf eine Einheit der Religionen, sondern auf Frieden zwischen den Religionen. Wer sich wirklich mit ihnen beschäftigt und nicht nur überheblich auf Abgrenzung und Rechthaberei setzt, nicht die „wahre Religion“ über eine andere setzt, wird viel Gemeinsames finden, weil es ja dieselben Fragen der Menschheit betrifft: Sehnsucht nach Sinn, Glück, Leben in Fülle – gerade auch angesichts von Leid, Schuld und Tod.

Das Weltethos ist dabei selbst keine neue Religion. Es sieht die gemeinsame Suche und Sehnsucht nach Frieden als Fundament für alle Religionen und Kulturen. Und so sucht das Weltethos auch nach Antworten auf andere Fragen der Menschheit, bleibt aktuell: Aufrichtig Wirtschaften, fair miteinander umgehen im Kleinen und weltweit, die ökologische Verantwortung - nachhaltig für die kommenden Generationen, Dialog mit anderen suchen, Solidarität mit Geflüchteten, Gleichberechtigung und Partnerschaft der Geschlechter.

Die Reihe ließe sich noch lange fortsetzen. Da haben alle Religionen Ansprüche und Ideale – und es wird konkret für sie, schreibt Hans Küng:

„Frieden und Gerechtigkeit stehen im Zentrum aller religiösen Botschaften. Deshalb müsste ihre erste Aufgabe in dieser Zeit die Friedensstiftung untereinander sein, mit allen Mitteln, die heute auch die Medien bieten. Das heißt konkret: Missverständnisse aufklären; traumatische Erinnerungen aufarbeiten; Vorurteile und stereotype Feindbilder auflösen; Schuldkonflikte gesellschaftlich und individuell verarbeiten; Hass und Destruktivität abbauen; sich auf die Gemeinsamkeiten und die humanen Werte besinnen; konkrete Versöhnungsaktionen einleiten.“[10]

Bleibende Aktualität des Weltethos

Das zeigt aber auch, dass Weltethos viel mehr ist, als ein frommer Wunsch oder eine fixe Idee aus der Theologie. Weltethos zeigt sich ganz lebenspraktisch – trotz aller Krisen und Konflikte. Und das bleibt aktuell, zwanzig Jahre nach dem 11. September, in den Krisen, Kriegen und Katastrophen der Weltgeschichte und in den Krisen und Kleinkriegen des Alltags.

Hans Küng - ein Menschenfreund mit tiefem Gottvertrauen, ein Katholik mit Ecken und Kanten, geradlinig und unbequem, ein Visionär und vielleicht ein Prophet – mit der Sehnsucht nach Frieden, Wahrhaftigkeit und Gerechtigkeit, die alle Menschen fundamental verbindet.

Vor einem halben Jahr, am 6. April, ist er im hohen Alter gestorben. Die Grundlagen sind gelegt. Das Weltethos bleibt Vermächtnis. Stephan Schlensog, ein langjähriger Begleiter und Freund von Hans Küng und Generalsekretär der Stiftung, hat in einem Interview zum 25-jährigen Bestehen im letzten Jahr gesagt:

„Wir gehen jetzt mitten in die Gesellschaft hinein mit unseren Themen: mit Fragen des guten Miteinanders zwischen den Kulturen, mit Fragen sozialer Gerechtigkeit, mit Fragen von Radikalisierungs- und Extremismusprävention. Da versuchen wir unterschiedlichste Zielgruppen zu erreichen mit Formaten, die heutzutage eben gängig sind und heutzutage notwendig sind.“

Den Namen Mensch tragen! 

Es geht also weiter. „Weltethos“ – das ist nicht weit weg: große Fragen für große Gedanken. Sondern oft ganz praktisch-alltäglich, wenn ich genau hinsehe. Auch im vielleicht ganz Kleinen: Vor ein paar Wochen war ich als Helfer beim Hochwasser an der Ahr. Schlamm schippen in einer Kirche.

Da packten viele mit an – ob kirchennah oder -fern. Ob katholisch oder nicht. Syrische Geflüchtete, die im Ort Unterkunft gefunden hatten, genauso wie der Pfarrgemeinderatsvorsitzende, Helferinnen und Helfer von überall her. Und da ist der, mit dem ich die Bretter und Dielen auf die Straße trage, damit sie abgeholt werden können.

Zwischendurch schnell noch bekannt machen: "Ich bin Michael", sage ich. "Und ich Marco", antwortet er. "...aber Namen sind doch heute nicht so wichtig: Mensch sein zählt!" Sagt er. - Ja, Mensch sein! So banal vielleicht, so einfach. So wichtig. Und so anspruchsvoll: Mensch sein!

Im „Gebet der Vereinten Nationen“, entstanden im Krieg, gebetet in vielen Zeiten und Situationen, in Kriegen und Katastrophen - auch heute - und 20 Jahre nach dem 11. September vielfach aktuell, klingt das so: Es ist auch ein Gebet im Geiste des Weltethos:

Herr, unsere Erde ist nur ein kleines Gestirn im großen Weltall.
An uns liegt es, daraus einen Planeten zu machen,
dessen Geschöpfe nicht von Kriegen gepeinigt werden,
nicht von Hunger und Furcht gequält,
nicht zerrissen in sinnlose Trennung
nach Rasse, Hautfarbe oder Weltanschauung.
Gib uns den Mut und die Voraussicht,
schon heute mit diesem Werk zu beginnen,
damit unsere Kinder und Kindeskinder einst mit Stolz
den Namen Mensch tragen.“[11]

Die redaktionelle Verantwortung für die Sendung trägt Martin Korden.

Musik:

Only Time – Enya

Arrival – Dustin O’Halloran

Transparence – Roberto Cacciapaglia

Written on the sky – Max Richter

Only Time (Version instrumental zu Beginn) – Enya

Divenire – Ludovico Einaudi


[1]     Dialog der Kulturen, Statement von Hans Küng vor der Vollversammlung der Vereinten Nationen – 9. November 2001 – https://www.weltethos.org/1-pdf/20-aktivitaeten/deu/politik/un-statement-Kueng.pdf. Auch in: Hans Küng, Wozu Weltethos? Religion und Ethik in Zeiten der Globalisierung, Freiburg i.Br. 2002, S. 7-9; hier: S. 9.

[2]     Hans Küng, Projekt Weltethos, Piper-Verlag, München 1990. Auch als ungekürzte Taschenbuchausgabe, München 1992, viele Auflagen.

[3]     Dialog der Kulturen, Statement von Hans Küng vor der Vollversammlung der Vereinten Nationen – 9. November 2001 – https://www.weltethos.org/1-pdf/20-aktivitaeten/deu/politik/un-statement-Kueng.pdf. Auch in: Hans Küng, Wozu Weltethos? Religion und Ethik in Zeiten der Globalisierung, Freiburg i.Br. 2002, S. 7-9, hier: S. 8.

[4]     Matthäusevangelium, Kapitel 7, Vers 12. Auch Lukasevangelium, Kapitel 6, Vers 31. Vgl. aber auch schon sinngemäß im Ersten Testament das Buch Tobit, Kapitel 4, Vers 15 u.a.

[5]     O-Ton aus DLF-Beitrag „Ein reiches und spannendes Leben: Der Theologe Hans Küng“

[6]     Hans Küng, Projekt Weltethos, zitiert nach der Taschenbuchausgabe 1992, S. 93ff.

[7]     UN-Generalsekretär Kofi Annan, 3. Weltethos-Rede an der Universität Tübingen: „Gibt es noch universelle Werte?“, 12. Dezember 2003 - https://www.weltethos.org/1-pdf/20-aktivitaeten/deu/we-reden-deu/Rede_Annan_deu.pdf

[8]     UN-Generalsekretär Kofi Annan, 3. Weltethos-Rede an der Universität Tübingen: „Gibt es noch universelle Werte?“, 12. Dezember 2003 - https://www.weltethos.org/1-pdf/20-aktivitaeten/deu/we-reden-deu/Rede_Annan_deu.pdf

[9]     Vgl. Hans Küng, Handbuch Weltethos. Eine Vision und ihre Umsetzung, München 2012, S. 31ff.

[10]   Hans Küng, Handbuch Weltethos. Eine Vision und ihre Umsetzung, S. 90f.

[11]   Gebet der Vereinten Nationen: Gotteslob Nr. 20,1.


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Dieser Beitrag wurde am 12.09.2021 gesendet.


Über den Autor Michael Kinnen

Michael Kinnen, Jahrgang 1977, studierte Theologie in Trier, Frankfurt und Mainz. Er absolvierte die studienbegleitende Journalistenausbildung an der katholischen Journalistenschule in München und ist seit 1998 für verschiedene Programme der Kirche im Radio "auf Sendung". Zum Thema "Gott in Einsdreißig - Fides et 'Radio'" promovierte er an der Johann Wolfgang Goethe-Universität Frankfurt zum Verkündigungsauftrag der Katholischen Kirche im Privatfunk. Berufliche Stationen führten ihn von Mainz über Berlin nach Trier. Michael Kinnen ist verheiratet und Vater einer Tochter. Kontakt: info@radiopredigt.de

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