Feiertag, 23.05.2021

von Sabine Pemsel-Maier, Freiburg

Pfingsten und der Heilige Geist. Vom ungreifbaren Wirken Gottes

Mit Pfingsten endet die Osterzeit und die Kirche wird geboren. Denn Pfingsten ist das Fest des heiligen Geistes. Durch ihn wird Jesu Werk - bis heute und auch in Zukunft - lebendig gehalten. 

© Dnalor 01 Von Dnalor 01 - Eigenes Werk, CC BY-SA 3.0 at, https://commons.wikimedia.org/w/index.php?curid=32470774

Heute ist Pfingsten. Nach Ostern und Weihnachten ist es das dritte große christliche Fest im Jahr. Während die anderen beiden Feste auch in der Gesellschaft fest verankert sind, so hat es Pfingsten doch schwer.

An Ostern feiert man die Auferstehung Jesu Christi, an Weihnachten seine Geburt. An Pfingsten steht dagegen der Heilige Geist im Mittelpunkt – als die Wirkkraft Gottes unter den Menschen. Doch damit tun sich viele Menschen – auch Gläubige – schwer.

Unter Jesus kann man sich etwas vorstellen. Der ist handfest, von ihm weiß man, dass er gelebt hat, dass er als Wanderprediger durchs Land gezogen ist und verkündigt hat und dass er am Kreuz gestorben ist. Aber der Heilige Geist!

Wenn wir als Kinder etwas angestellt hatten, etwas zerbrochen oder runter geworfen, und meine Mutter wollte wissen, wer es denn gewesen sei, da haben wir im Spaß immer gesagt: „Der Heilige Geist“.

Der Geist: Unsichtbar, aber da

Der Theologe Hans Urs von Balthasar hat den Geist benannt als den „Unbekannten jenseits des Wortes“. Mit „Wort“ meinte er Jesus Christus, das menschgewordene Wort Gottes.

Ja, der Geist ist der Unbekannte. Er ist ungreifbar und sichtbar ist er auch nicht. Andererseits: Genauso verhält es sich doch mit Gott: Er ist unsichtbar und doch existent.

Das ist das Merkmal der Religionen im Allgemeinen und des Christentums im Besonderen, dass wir es dabei mit solcher Art von Wirklichkeit zu tun haben. Insofern ist der Heilige Geist gar nicht so etwas Besonderes.

Doch, wie gehören der Heilige Geist und Gott zusammen: Ist der Geist wirklich Gott selbst? Oder ist er eine Größe außerhalb oder neben Gott? Denn Christen bitten Gott doch darum, dass er den Geist schickt. Dann muss er ja doch von ihm unterschieden sein.

Das Geheimnis des dreieinen Gottes

Das christliche Bekenntnis zum Geist ist eng verbunden mit dem Glauben an den dreifaltigen Gott, an Vater, Sohn und Geist. Die Theologie spricht auch von dem einen Gott in drei Personen, wobei „Person“ nicht gleichbedeutend ist mit menschlicher Person.

Vielmehr sind damit drei Verwirklichungsweisen des einen göttlichen Wesens gemeint. Vater, Sohn und Geist sind also alle drei göttlichen Wesens, aber eben nur gemeinsam. Das heißt: Sie gehören untrennbar zusammen.

Mit anderen Worten: Der christliche Gott ist ein Beziehungswesen. Dafür steht in besonderer Weise der Geist. Der Vater ist Gott als Schöpfer des Himmels und der Erde. Der Sohn ist Gott als derjenige, der in Jesus Christus Mensch geworden ist.

Der Geist aber ist Gott als derjenige, der sich den Menschen zuwendet und in ihnen wirkt. Der Geist ist darum beides: Gabe und Geber zugleich. Er ist Geber, insofern sich in ihm Gott selbst den Menschen mitteilt.

Darum spricht der christliche Glaube vom Geist auch in personalen Kategorien, ohne ihn deswegen zu vermenschlichen, und er redet ihn im Gebet als Gegenüber und Du an. Zugleich ist der Geist aber auch Gabe Gottes, Geschenk und damit eine Wirkung im Menschen.

Die sieben Gaben des Geistes

Um den Heiligen Geist verstehen zu können, ist es hilfreich, von seinen Wirkungen zu sprechen. Denn auf diese Weise wird er greifbar und konkret. Das Christentum kennt sieben Gaben des Heiligen Geistes?

Sechs besondere Wirkungen des Geistes nennt bereits im Alten Testament der Bibel der Prophet Jesaja, als er das Kommen des Messias ankündigt mit den Worten:

„Aus dem Baumstumpf Isais wächst ein Reis hervor... Der Geist des Herrn lässt sich auf ihm nieder: der Geist der Weisheit und der Einsicht, der Geist des Rates und der Stärke, der Geist der Erkenntnis und der Gottesfurcht.“

Durch die griechische und die lateinische Übersetzung des ursprünglich hebräischen Textes kam noch eine siebte Gabe hinzu: die der Frömmigkeit.

Die beiden Übersetzungen gaben nämlich den Begriff der „Gottesfurcht“, der hier zweimal begegnet, mit zwei verschiedenen Worten wieder: einmal mit „Frömmigkeit“ und einmal mit „Gottesfurcht“. Dafür war die Siebenzahl als heilige Zahl ausschlaggebend.

So stehen die sieben Gaben des Geistes mit den sieben Tugenden und den sieben Sakramenten den sieben Todsünden gegenüber.

Der Geist gibt Freiheit 

Im Neuen Testament begegnen dann in den Briefen des Paulus gleich mehrere unterschiedliche Aufzählungen der Gaben des Heiligen Geistes. Auch hier geht es um die Mitteilung von Weisheit und Erkenntnis, dazu um Glaubenskraft und nicht zuletzt um die Fähigkeit zur prophetischen Rede – wir würden heute sagen: zur Ermahnung.

Die christliche Tradition bezeichnet die verschiedenen Gaben des Geistes auch als Charismen, als Gnadengaben.

Die erste Gabe des Geistes an die Glaubenden ist nach Paulus die Freiheit: 

„Wo der Geist des Herrn ist, da ist Freiheit“,

schreibt er im Zweiten Korintherbrief. Der Geist macht frei, frei vom Joch des Gesetzes, frei von weltlichen Zwängen, frei für den Glauben und für die Liebe.

Dann ist es auch der Geist, der frei macht von der Bedrückung durch Sünde und Schuld. Im Johannesevangelium der Bibel ist die Geistbegabung verknüpft mit der Aussendung der Jünger und dem Auftrag zur Sündenvergebung. Darin sagt Jesus den Jüngern zu:

„Empfangt den Heiligen Geist. Wem ihr die Sünden nachlasst, sind sie nachgelassen, wem ihr sie behaltet, sind sie behalten.“

Der Geist, unser Anwalt und Tröster

Beim Thema Geist geht es in der Kirche auch immer um die Suche nach dem rechten Glauben. So spricht man beim Heiligen Geist auch vom Geist der Wahrheit, der die Glaubenden in die Wahrheit einführen möchte und in der Wahrheit hält. Der Geist ist, wenn man so will, ein Multitalent.

Das Johannesevangelium nennt ihn den „Beistand“, griechisch Paraklet – manche übersetzen das auch mit „Tröster“, andere mit „Anwalt“. Einen Beistand braucht es in vielen Lebenslagen.

Eigentlich müssten wir jeden Tag neu darum bitten. Eine beliebte Bitte unter Christen lautet darum auch: Gott, sende uns deinen Geist.

Die Pfingstsequenz

Das Wirken des Geistes und die Art seines Beistandes wird in der so genannten Pfingstsequenz zum Ausdruck gebracht. Dieses Gebet geht auf das 13. Jahrhundert zurück.

An jedem Pfingstfest aber auch bei einer Priesterweihe erbittet die Kirche in der Pfingstsequenz das Kommen des Geistes in verschiedensten Bildern:

Komm herab, o Heil'ger Geist,
der die finstre Nacht zerreißt,
strahle Licht in diese Welt.

In Ermüdung schenke Ruh’,
In der Glut hauch Kühlung zu,
Tröste den, der trostlos weint.

Wasche, was beflecket ist,
Heile, was verwundet ist,
Tränke, was da dürre steht.
Beuge, was verhärtet ist,
Wärme, was erkaltet ist,
Lenke, was da irregeht.“

Für die Kirche ist der Geist also letztlich gar nicht so ungreifbar. In seiner Wirkung wird er als sehr konkret angenommen. Er vermag Dinge und Situationen gerade in ihr Gegenteil zu verwandeln und die Menschen neu zu machen.

Viele Metaphern, eine Bedeutung

Diese verwandelnde Kraft zeigt sich auch und gerade im Zusammenhang mit dem Pfingstfest. Die Apostelgeschichte der Bibel berichtet von einem Ereignis, das auch als Gründungstag der Kirche verstanden wird.

„Als der Pfingsttag gekommen war, waren die Jünger und Maria an einem Ort beieinander. Und es geschah plötzlich ein Brausen vom Himmel wie von einem gewaltigen Wind und erfüllte das ganze Haus, in dem sie saßen. Und es erschienen ihnen Zungen zerteilt, wie von Feuer; und er setzte sich auf einen jeden von ihnen, und sie wurden alle erfüllt von dem heiligen Geist und fingen an, zu predigen in anderen Sprachen, wie der Geist ihnen gab auszusprechen.“

Was damals genau passiert ist, können wir nicht sagen und die Vorgänge von damals nicht rekonstruieren. Wir wissen aber, dass die biblischen Texte an vielen Stellen in Bildern sprechen, um sich anschaulich auszudrücken und um etwas zu beschreiben, was man eigentlich gar nicht ins Wort fassen kann. 

So ist das auch hier. Wir kennen in der Umgangssprache ja auch den „Sturm der Entrüstung“, der sich erhoben hat. Wir sprechen davon, dass mit einer neuen Person auch ein frischer Wind in eine Einrichtung gekommen ist, oder dass jemand ein feuriges Temperament hat und eine flammende Rede hält.

Und wir sagen, dass zwei dieselbe Sprache sprechen oder ganz einfach, dass sie sich verstehen, wenn zwischen ihnen Eintracht und Harmonie herrscht. Von daher ist die Pfingsterzählung mit ihren Metaphern gar nicht so außergewöhnlich, wie man auf den ersten Blick meinen könnte.

Was Geist und Taube gemeinsam haben

Das vielleicht bekannteste Symbol für den Heiligen Geist ist die Taube, doch die kommt in der biblischen Pfingsterzählung gar nicht vor. Die Taube war ursprünglich ein griechisches Symbol. In der griechischen Mythologie war sie das Botentier der Liebesgöttinnen.

Die christliche Tradition hat es später übernommen und auf den Geist hin umgedeutet: der Geist als Bote des liebenden Gottes. Die Taube ist zwar das bekannteste Symbol für den Geist. Aber sie ist eben keineswegs das einzige. Die Geistsymbole, die die Pfingsterzählung wählt, sind im Grunde eindrucksvoller, anschaulicher.

Sie machen klar: Der Heilige Geist ist eine dynamische Größe. Er hat die Jünger damals durcheinandergewirbelt, hat sie wachgerüttelt, hat ihnen Beine gemacht, hat etwas bewegt.

Von da an zogen sie durch alle Welt und verkündeten den christlichen Glauben. Der Geist brauchte Veränderung, einen Neuaufbruch.

Im Hebräischen ist der Geist feminin 

Durch die ganze Geschichte Gottes mit den Menschen hindurch ist es die Aufgabe und das besondere Wirken des Geistes, schöpferisch tätig zu sein, Neues zu schaffen.

Schon bei der Schöpfung ist er zugegen. Im Hebräischen, der Sprache des Alten Testamentes, ist der Geist ein Femininum – ruach, die Geistin – und das grammatikalische Geschlecht ist im Hebräischen nicht einfach beliebig.

Der Heilige Geist ist hier deshalb weiblich, weil er eine schöpferische Lebensmacht ist und Neues gebiert, und das Gebären ist eben die Domäne der Frauen. Die „Geistin“ ist also keineswegs eine Erfindung der feministischen Theologie.

Später geriet dieser Aspekt freilich mehr und mehr in Vergessenheit bzw. wurde verdrängt. Das Neue Testament weiß zwar auch um die lebensspendende Kraft des Geistes; so spricht vor allem das Johannesevangelium davon, dass der Geist Leben schafft und den Menschen zu einer zweiten Geburt verhilft.

Dennoch ist das griechische Wort für Geist – „pneuma“ – ein Neutrum. Das Lateinische macht schließlich mit spiritus ein Maskulinum daraus. Die neuschaffende, schöpferische Bedeutung des Geistes freilich bleibt, unabhängig von seinem grammatikalischen Geschlecht.

Mit Pfingsten endet die Osterzeit

Für die Jünger Jesu bedeutete das Kommen des Heiligen Geistes an Pfingsten einen Neuaufbruch. Damals brauchten die Jünger nach der Krise des Kreuzes Mut und Kraft, um öffentlich aufzutreten und zu bezeugen, dass Jesus wirklich von den Toten auferstanden ist. In dieser Kraft des Geistes konnten sie vor aller Welt das Evangelium verkünden.

Diese Kraft zeigt sich zum einen in den zahlreichen christlichen Gemeinden, die schon schnell nach Pfingsten weit über das Heilige Land hinaus entstehen.

Die Geisteskraft kann man aber auch erahnen, wenn man in der Apostelgeschichte liest, wie Petrus sich am Pfingsttag plötzlich vor die Menschen stellt und predigt derselbe Petrus, der kurz zuvor Jesus noch verleugnet hat:

„Mit Gewissheit erkenne das ganze Haus Israel, dass Gott diesen Jesus, den ihr gekreuzigt habt, zum Herrn und Christus gemacht hat. (…) Diesen Jesus hat Gott auferweckt; dessen sind wir alle Zeugen. Da er nun durch die rechte Hand Gottes erhöht ist und empfangen hat den verheißenen heiligen Geist vom Vater, hat er diesen ausgegossen, wie ihr hier seht und hört. … Kehrt um und jeder von euch lasse sich auf den Namen Jesu Christi taufen zur Vergebung seiner Sünden; dann werdet ihr die Gaben des Heiligen Geistes empfangen.“

Petrus ist im wahrsten Sinne des Wortes „be-geistert“. Hier kommt die Botschaft von der Auferstehung erst so richtig zum Tragen.

Denn was hätte es genutzt, wenn den Jüngern zwar aufgegangen wäre, dass Jesus lebt, sie die frohe Botschaft aber für sich behalten hätten! Darum dauert die österliche Zeit bis Pfingsten; erst dann ist sie abgeschlossen. 

Jesus Werk bleibt durch den Geist lebendig

Das Wort Pfingsten ist abgeleitet vom griechischen „pentekoste“ – der fünfzigste. Es ist der fünfzigste Tag nach Ostern.

An Pfingsten wurde den Menschen bewusst, dass der Geist die Art und Weise ist, wie der an Ostern auferstandene Jesus Christus weiterhin anwesend ist, auch wenn er bei seinem Vater im Himmel ist.

Er ist eben nicht weg, nicht unendlich weit entfernt, sondern unter den Menschen präsent, zwar nicht mehr leiblich, nicht materiell, wohl aber in der unsichtbaren Kraft des Geistes.

Und es ist die Aufgabe des Geistes, die Person und das Werk Jesu Christi in der Geschichte lebendig zu erhalten.

Jesus und der heilige Geist

Die Geschichte zwischen Jesus und dem heiligen Geist beginnt freilich schon viel früher, schon zu seinen Lebzeiten: Seine Zeitgenossen feierten ihn als den verheißenen Messias, den Gesalbten. Denn in ihm erkannten sie denjenigen, der ganz und gar vom Geist durchdrungen war.

Das Volk Israel war davon überzeugt, dass seine Könige von Gottes Geist erfüllt waren. In besonderer Weise galt das für den Messias, den erwarteten und ersehnten Heilsbringer. Von daher sind Jesus und der Geist von Anfang an untrennbar miteinander verbunden.

Es ist interessant zu sehen, wie innerhalb des Neuen Testaments die Geistbegabung Jesu Schritt für Schritt zeitlich nach vorne verlagert wurde: Bei Paulus wird sie erst im Zusammenhang mit Jesu Tod offenbar.

Markus dagegen verknüpft sie mit der Taufe und damit mit dem Beginn von Jesu öffentlichem Wirken.

Lukas geht noch einen Schritt weiter, indem er das gesamte Leben Jesu, nicht erst ab der Geburt, sondern sogar schon ab der geistgewirkten Empfängnis unter das Zeichen des Geistes stellt. 

Pfingsten: Die Kirche wird geboren

Wenn das Reden und Tun Jesu schon von Anfang an mit dem Geist zusammenhing, dann könnte man im Blick auf Pfingsten sagen: Hier beginnt die Wirkungsgeschichte von Jesu Auferweckung.

Ab jetzt machen die Jünger wirklich damit ernst, dass er auferstanden ist. Sie verkündigen, sie missionieren, sie ziehen in alle Welt und gründen Gemeinden.

Mit Pfingsten beginnt das, was wir Kirche nennen. Das Zweite Vatikanische Konzil bezeichnet sie sogar als Sakrament des Geistes, als sein Zeichen und Werkzeug.

Der Geist weht, wo er will

Der Heilige Geist wirkt in der Kirche auf vielfältige Art und Weise: in den Ämtern – mit gutem Grund wird bei der Priester- und Bischofsweihe für die Betreffenden der Beistand des Geistes erbeten – aber nicht nur in den Ämtern, sondern in der gesamten Gemeinschaft der Glaubenden. Das Wort Jesu:

„Wo zwei oder drei in meinem Namen versammelt sind, da bin ich mitten unter ihnen“,

kann man auch auf das Wirken des Geistes hin lesen.

„Der Geist weht, wo er will.“

So schreibt der Apostel Paulus im Brief an die Galater. Das heißt: Der Heilige Geist wirkt nicht nur in der Kirche, sondern ebenso in der Welt.

Und er wirkt da, wo man es möglicherweise gar nicht erwartet. Die Kirche hat jedenfalls kein alleiniges Anrecht auf den Geist und sie hat ihn auch nicht gepachtet.

Ergreifen lassen statt greifen

Es gibt bis heute genügend Situationen in der Geschichte der Kirche, die geistlos und geistvergessen waren, als hätte man der Taube, die fliegen möchte, die Flügel festgebunden. 

Das alljährliche Pfingstfest ist also ein guter Anlass, um sich der Bedeutung des Geistes zu vergewissern und sich immer wieder neu von ihm ergreifen zu lassen. Das gilt gerade im Hinblick auf die Reformprozesse in der Kirche.

Auch wenn der Geist so wenig greifbar für uns ist – das Entscheidende ist, dass wir uns von ihm ergreifen lassen, dass wir seiner Macht trauen und seinem Wirken Raum geben, in uns selbst wie in der Kirche.

Der evangelische Pfarrer und Dichter Kurt Marti fasst das so ins Wort:

„Heiliger Geist:
Quellen,
aufstoßend, aufbrechend
von unten
an der Basis, ja!
Unauffällig, heimlich zunächst,
erzwingbar nie.

Dabeisein, ja,
wenn da,
wenn dort
von unten auf
Quellen springen,
Leben sich rührt.

Dabeisein, ja:
nicht beiseitetreten,
nicht weglaufen,
der Angst nicht nachgeben,
kein Hindernis werden,
offen bleiben -
Den Geist dämpfet nicht!"

Die redaktionelle Verantwortung für die Sendung hat Martin Korden.

Musik:

Brahms – Violin Concerto in D - 1. Allegro non troppo

Dresdner Kreuzchor – Veni Creator

Brahms – Violin Concerto in D - 3. Allegro giocoso

Mendelssohn – Violin Concerto in E Minor - 3. Allegro non troppo

Vivaldi – Violin Concerto in F Major, L'autunno - 3. Allegro


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Dieser Beitrag wurde am 23.05.2021 gesendet.


Über die Autorin Sabine Pemsel-Maier

Sabine Pemsel-Maier aus Freiburg ist Professorin an der Pädagogischen Hochschule Freiburg. Sie studierte katholischen Theologie, Philosophie, Pädagogik und Germanistik; Promotion in ökumenischer Theologie. Außerdem übte Sie verschiedenste Tätigkeiten in Schuldienst, Lehrerausbildung, Erwachsenenbildung und Wissenschaft aus. Ihre Schwerpunkte sind: Ökumenische Theologie, Genderfragen, Religionspädagogik, Themen im Schnittfeld von systematischer und religionspädagogischer Theologie.

Kontakt
pemsel-maier@ph-freiburg.de

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