Feiertag, 25.04.2021

von Pater Norbert Cuypers, Wenden

„Ins Lied gegossenes Leben.“ Gedanken zu den Liedern von Reinhard Mey

Seine Lieder sind seine Chronik, seine Tagebucheinträge - entstanden aus Erlebtem, Erdachtem, Hoffungen und Ängsten: Reinhard Mey hat mehr als 500 Lieder geschrieben. Viele muten religiös und spirituell an.

© David Gabric / Unsplash

Seit über fünfzig Jahren steht er auf der Bühne und singt. Singt von Krieg und Frieden in dieser Welt, von Angst, Mut und Hoffnung und von Glück und Liebe in seinem eigenen Leben. Die Menschen sitzen da, hören seine Lieder, sind tief berührt von Musik und Text. Sie gehen nach seinem Konzert anders nach Hause, als sie gekommen sind.

Auch ich war schon dreimal live dabei, wenn Reinhard Mey beginnt, die ersten Akkorde auf der Gitarre zu spielen und seine Lieder zu singen. Dann wird es still im Saal, fast schon andächtig. Keine Band begleitet ihn, keine Lichteffekte auf der Bühne, keine Tanzeinlage. Ein Mann und seine Gitarre. Sonst nichts.

Trotzdem schafft es der 1942 in Berlin geborene Liedermacher, sein Publikum teilnehmen zu lassen an den Geschichten seines Lebens, die ohne weiteres auch ihre Geschichten sein könnten.

Schreiben und Singen

Auf seine Lieder angesprochen, meinte Reinhard Mey einmal:

„Lieder sind meine Chronik. Sie sind Erlebtes und Erdachtes, aus Hoffnungen und Ängsten entstanden, aus Beobachtungen, Glück und Unglück gemacht. Lieder sind meine Tagebucheinträge und die Alben, in denen ich sie sammle, sind wie die Jahresringe eines Baumes, an denen sich die Wetter und der Lauf der Jahreszeiten ablesen lassen, Frühjahrsregen, Hitze der Sommertage, Hagelschlag, Herbststürme und eisiger Frost. Lieder sind mein Leben, meine Arbeit, meine Freude, Anfechtung und Trost. Ich bin dankbar, dass ich schreiben und singen kann.“

„Beim Blättern in den Bildern meiner Kindheit, find‘ ich viele vergilbt in all‘ den Jahr‘n. Und andre von fast unwirklicher Klarheit, von Augenblicken, die mir wichtig war‘n.

Von Großmutter, die beim Kartoffelschälen, die Frühjahrssonne im Vorgarten nutzt. Ich spiel‘ im Sand und höre sie erzählen, und weiß, daß – wenn sie mich erwischt – sie mir die Nase putzt.

Wie manches, dem wir kaum Beachtung schenken, uns dennoch für ein ganzes Leben prägt, und seinen bunten Stein, als ein Andenken
Ins Mosaik unserer Seele trägt!

Die Suchlisten an den Rot-Kreuz-Baracken – Vater, der aus Gefangenschaft heimkehrt – Der dürre, fremde Mann mit Stoppelbacken
Der weinend die Bahngleise überquert!

Onkel Heinz, der mich in der Dorfgaststätte heimlich an seinem Bier mittrinken lässt – Ich zieh' auch mal an seiner Zigarette, und Tante Ille denkt, ich sei derweil beim Kinderfest!

Wie manches, dem wir kaum Beachtung schenken, uns dennoch für ein ganzes Leben prägt.Und seinen bunten Stein, als ein Andenken
 Ins Mosaik unserer Seele trägt!

Die Dramen, morgens vor dem Kindergarten – Verzweiflung, wenn Mutter gegangen ist. Die Qual, einen Tag lang auf sie zu warten, und immer Angst, dass sie mich hier vergisst!

Sonntage, wenn Verwandte uns besuchen, wenn alles lacht und durcheinander spricht. Geschirr klirrt – draußen gibt's Kaffee und Kuchen – Johannisbeer'n im Garten funkeln rot im Sonnenlicht.“

Offen für Glaubensfragen?

Das, was Reinhard Mey wohl sein ganzes Leben geprägt haben mag, waren die Nachkriegszeit in seiner Heimatstadt Berlin und die Liebe seiner Eltern. In einem als Buch veröffentlichten Gespräch mit Bernd Schroeder beschreibt Reinhard Mey seine Eltern so:

„Sie sind immer zärtlich miteinander umgegangen, es war ein großer Respekt und eine große Liebe zwischen den beiden. … Und die wenigen Male, die sich meine Eltern richtig gestritten haben, da hatte ich Angst, hoffentlich geht es jetzt nicht wirklich ans Eingemachte. Aber so weit kam es zum Glück nie.“

Reinhard Meys Liedtexte sind weder ausgesprochen religiös noch sind sie im herkömmlichen Sinne spirituell. Vokabeln wie Gott, Glaube oder Religion findet man in ihnen so gut wie gar nicht. Für mich persönlich scheinen viele seiner Lieder dennoch offen für Glaubensthemen und Glaubensfragen zu sein.

„Selig sind die Verrückten“

In „Selig sind die Verrückten“, singt er von Menschen, die wegen ihrer persönlichen Schwächen in der Gesellschaft ausgegrenzt werden. Gleich in der ersten Strophe beschreibt Reinhard Mey beispielsweise einen an seiner Rolle leidenden Pfarrer, der dem Alkohol verfallen ist. Reinhard Mey tut das nicht verachtend.

Ganz im Gegenteil: Im Refrain preist er ihn und all jene Menschen selig, die ihre Probleme nicht zu bewältigen wissen. Das klingt für mich tatsächlich wie eine Anspielung auf die biblischen Seligpreisungen Jesu, der zudem laut Johannesevangelium nicht gekommen ist,

„um die Welt zu verurteilen, sondern um sie zu retten“

(vgl. Joh 12,47).

Es sind genau diese Lieder von Reinhard Mey, die für mich den Reiz ausmachen, sie in einem Gesprächskreis der Gemeinde oder auch bei Besinnungstagen einzusetzen.

Was Reinhard Mey selbst dazu sagen würde? Ich weiß es nicht. Fakt aber ist, dass es vielen in der Gruppe auf Anhieb gelingt, die von mir ausgewählten Liedtexte für ihr eigenes Glaubensleben zu übersetzen.

„Immer montags nach Einbruch der Dämmerung seh‘ ich den kleinen, grauen Pfarrer mit dem Fahrrad fahr‘n. Zwei Plastiktüten mit leeren Weinflaschen voll am Lenker schlenkernd zum Glascontainer karr‘n. Und da nimmt er die Flaschen, doch er wirft sie nicht rein, er legt sie einzeln, behutsam und liebevoll hinein.

Denn am Montag ist der Glascontainer immer fast voll, dann geht das lautlos und keiner hört, was er nicht soll. Und er faltet die Tüten in der Dunkelheit, und dann schaukelt er zurück in seine Grabeseinsamkeit.

Selig, die Abgebrochenen,
Die Verwirrten, die in sich Verkrochenen.
Die Ausgegrenzten, die Gebückten,
Die an die Wand Gedrückten,
Selig sind die Verrückten!“

„Mein Apfelbäumchen“

In anderen Liedern lässt Reinhard Mey die Zuhörer an seinen ganz persönlichen Gefühlen teilhaben, wie er sie beispielsweise kurz nach der Geburt eines seiner drei Kinder erlebt hat. In dem Lied „Mein Apfelbäumchen“ wird das für mich sehr anschaulich. Dort besingt er das Gefühl der Freude und Dankbarkeit für das neue Leben, das ihm durch die Geburt seines Kindes geschenkt wurde.

Gleichzeitig empfindet er eine gewisse Demut, weil er spürt, wie mit dem kleinen Kind sein eigenes Leben seinen Neuanfang nimmt.

Jedes neugeborene Kind bringt die Botschaft, dass Gott sein Vertrauen in die Menschheit noch nicht verloren hat.

Diese hoffnungsvolle Weisheit des bengalischen Dichters und Philosophen Tagore schwingt für mich in diesem Lied mit. Das verstehen auch christlich sozialisierte Eltern.

Bei der Feier einer Taufe lade ich sie und die anderen Gottesdienstbesucher deshalb dazu ein, beim Anhören dieses Liedes noch einmal dankbar nachzuspüren, was für ein Geschenk es ist, an einen Gott des Lebens zu glauben.

„Ich weiß gar nicht, wie ich beginnen soll,
So viel Gedanken, und mein Herz ist übervoll,
So viel Gefühle drängen sich zur selben Zeit:
Freude und Demut und Dankbarkeit.
Im Arm der Mutter, die dich schweigend hält,
Blinzelst du vorsichtig ins Licht der Welt,
In deinen ersten Morgen, und ich denk‘:
Dies ist mein Kind, welch ein Geschenk!

Wenn alle Hoffnungen verdorr‘n,
Mit dir beginn‘ ich ganz von vorn,
Und Unerreichbares erreichen, ja ich kann‘s!
Du bist das Apfelbäumchen, das ich pflanz‘!

Sieh dich um, nun bist du ein Teil der Welt
Die sich selbst immerfort in Frage stellt
Wo Menschen ihren Lebensraum zerstör'n
Beharrlich jede Warnung überhör'n

Ein Ort der Widersprüche, arm und reich
Voll bitt'rer Not und Überfluss zugleich
Ein Ort der Kriege, ein Ort voller Leid
Wo Menschen nichts mehr fehlt, als Menschlichkeit

Wenn alle Hoffnungen verdorr'n
Mit dir beginn ich ganz von vorn
Und Unerreichbares erreichen, ja ich kann's
Du bist das Apfelbäumchen, das ich pflanz

Du bist ein Licht in ungewisser Zeit
Ein Ausweg aus der Ausweglosigkeit
Wie ein Signal, den Weg weiterzugeh'n
Herausforderung weiter zu besteh'n

Wo vieles voller Zweifel, manches zum Verzweifeln ist
Da macht ein Kind, dass du alle Zweifel vergisst
Es sind in einer Welt, die ziel- und ratlos treibt
Die Kinder doch die einz'ge Hoffnung, die uns bleibt

Wenn alle Hoffnungen verdorr'n
Mit dir beginn ich ganz von vorn
Und Unerreichbares erreichen, ja ich kann's
Du bist das Apfelbäumchen, das ich pflanz.

Existenzielle Frage des Lebens besungen

„Wenn ich wüsste, dass morgen die Welt unterginge, würde ich heute noch ein Apfelbäumchen pflanzen.“

Martin Luther soll diesen Satz gesagt haben. Spielt Reinhard Mey in seinem Lied auf diese lebensbejahende Aussage des Reformators an? Ich meine schon, auch wenn ich nicht glaube, dass sich der inzwischen ergraute Alt-68iger dadurch religiös vereinnahmen lässt.

Reinhard Mey, der mit Liedermachern wie Hannes Wader und Klaus Hoffmann eng befreundet ist, hat sich immer gegen Klischees seiner Person gewehrt. Er will einfach in keine Schublade passen.

Trotzdem: Reinhard Mey beschäftigt sich in seinen Liedern nicht nur, aber recht oft mit existenziellen Fragen und Situationen des menschlichen Lebens. Das gefällt mir, denn als Christ bin auch ich auf der Suche nach Sinn und Tiefgang für mein Leben.

Offener Umgang mit Tabuthemen

Im Laufe seiner langen Karriere hat sich der Künstler nicht gescheut, sich auch intensiv mit dem für die Unterhaltungsindustrie tabuisierten Thema Sterben und Tod auseinanderzusetzen.

„Ich habe ganz gewiss keine Todessehnsucht, aber wenn ich mich befrage, habe ich auch eigentlich keine Angst davor, vielleicht, weil meine Bilanz ausgeglichen ist.“

In seinem 2004 veröffentlichten Lied ‚Friedhof‘ sinniert er fast schon augenzwinkernd über die Vergänglichkeit des menschlichen Lebens und damit auch über den wahren Wert jener Dinge, an denen wir kleben. Reinhard Mey, der den viel zu frühen Tod seines Sohnes Maximilian hinnehmen musste, berührt mich auch hier in meiner christlich geprägten Spiritualität.

„Ich geh’ gern in einer fremden Stadt auf den Friedhof, so ein Friedhof hat etwas Gastfreundliches und steht allen offen: Manchem nur für seine Mittagszeit, manchem für die ganze Ewigkeit. Und du hast schnell ’nen Gesprächspartner getroffen.

Insel im Meer der Geschäftigkeit, Blumengarten der Gelassenheit, - sinnigerweise vom Lebensbaum umgeben - zeig mir Hochmut und Vergänglichkeit, tröste mich und mach den Blick mir weit für den Wert der Dinge, an denen wir kleben!

Ich sitz’ gern auf einer Friedhofsbank, seh’ die schattigen Alleen entlang. Und denk’ nach über den tief’ren Sinn der Reise. Mit dem schicken Laptop auf den Knien, blätter’ ich von Termin zu Termin. Und wenn „Wichtig!“ davor steht, kicher’ ich leise.

Kann ja sein, ich verpaß’ grad den Tanz um das gold’ne Kalb - aus der Distanz wird nicht jedes „Dringend“ und „Eilt sehr!“ beachtet. Es ist nichts, von dem man immer denkt, dass die ganze Welt davon abhängt, wichtig, von einer Friedhofsbank aus betrachtet!“ 

Lieder für alle Lebenslagen

Im Laufe seiner Karriere hat Reinhard Mey über 500 Lieder geschrieben. Er ist ein stiller Star in der ansonsten so lauten Musikszene. Von seinen Erfolgen hat er sich nicht verbiegen lassen. 

Im Gegenteil: Wie vor Jahr und Tag verzaubern seine recht markanten Melodien die Zuhörer und noch immer bringen seine lebensnahen Texte Menschen verschiedensten Alters und Herkunft zum Nachdenken. Mir machen seine Liedtexte zudem Mut, auch in meiner kirchlichen Verkündigungsarbeit eine neue, lebensnahe Sprache zu finden.

Ich denke da beispielsweise an die sieben pubertierenden Firmlinge, denen ich als junger Priester das Thema ‚Gebet‘ nahebringen wollte. Ich fragte mich, wie ich solch eine Firmstunde wohl gestalten könne. Wäre es vielleicht eine Idee, ihnen gleich Psalmen aus der Bibel vorzulesen?

Ich war mir sofort sicher: Das wäre für sie – in ihrer Lebensphase – zweifelsohne eine Überforderung, die sich dann schnell im Gefühl der Langeweile äußern würde. Also entschied ich mich dazu, den Jugendlichen erst einmal das Lied ‚Hilf mir!‘ von Reinhard Mey vorzuspielen.

„Hilf mir!“

In diesem Lied besingt er seine Erfahrung, auf dem eigenen Lebensweg einerseits wahrhaftig und ehrlich bleiben zu wollen, sich andererseits dabei von guten Freunden verlassen zu fühlen.

Deshalb bittet er einen treuen Menschen – aller Wahrscheinlichkeit nach ist damit Hella, seine Ehefrau gemeint – ihm in dieser schweren Zeit zur Seite zu stehen:

„Du siehst, der Wind hat sich gedreht, die falschen Freunde fortgeweht, und ihre Treue und ihre Versprechen. Auf einmal ist es bitterkalt, und wieder brauch‘ ich deinen Halt, um nicht zu zweifeln, um nicht zu zerbrechen!

Hilf mir, grade zu steh‘n, Hilf mir, die Wahrheit zu seh‘n, Hilf mir, mich gegen den Strom zu dreh‘n, Hilf mir, den schweren, den graden Weg zu geh‘n!

In einer Welt, in einer Zeit, wo Falschheit und Verlogenheit eitel blühn und gedeihn an allen Enden. Wo jeder eilig sein Wort bricht. Im Augenblick, da er es spricht, um rasch den Mantel mit dem Wind zu wenden.

Hilf mir gerade zu steh'n! Hilf mir die Wahrheit zu sehn! Hilf mir mich gegen den Strom zu dreh'n, hilf mir den schweren, den g'raden Weg zu gehn!

Du, die in meine Seele siehst, mich wie ein offenes Buch liest, die dunklen Seiten kennst in meinem Leben. All meine Geheimnisse weißt, die du mir Rat und Klugheit leihst, wenn du mich liebst, hilf mir, nicht aufzugeben!

Hilf mir gerade zu steh'n! Hilf mir die Wahrheit zu sehn! Hilf mir mich gegen den Strom zu dreh'n, hilf mir den schweren, den g'raden Weg zu gehn!“

Gleicht dieses Lied nicht in gewisser Weise einem gesungenen Bittgebet, auch wenn Gott darin überhaupt nicht vorkommt? Ist es legitim, das Lied nicht auch einmal so zu interpretieren? Ich meine schon.

Lieder, die wie Brücken sind

Viele Menschen beklagen sich heute oft zu Recht, dass sie die kirchliche Sprache nicht mehr verstehen. Auch von Insidern der Kirche wird schon lange eine Sprache der Verkündigung gefordert, die nicht alt, antiquiert und verstaubt daherkommt.

Eine Sprache also, die nicht nur brave Kirchgänger oder hochstudierte Theologen verstehen können, sondern die auch den ‚einfachen Mann auf der Straße‘ im Herzen berührt.

Aus meiner seelsorglichen Praxis heraus mag ich behaupten, dass manche Lieder, wie Reinhard Mey sie singt, zumindest einen ersten Brückenschlag bilden könnten, um Menschen wieder in Berührung zu bringen mit den großen Themen, die auch uns als Christenmenschen betreffen.

Erinnerungen verblassen und des Tages Ruhm vergeht. Die Spuren, die wir heute zieh'n, sind morgen schon verweht.

Doch in uns ist die Sehnsucht, dass etwas von uns bleibt, ein Fußabdruck am Ufer, eh' der Strom uns weitertreibt. Nur ein Graffiti, das sich von der grauen Wand abhebt, so wie ein Schrei, der sagen will: Schaut her, ich hab gelebt!

So nehm ich, was an Mut mir bleibt. Und in der Dunkelheit sprühe ich das Wort "Hoffnung" auf die Mauern meiner Zeit.

Die Herzen sind verschlossen. Die Blicke leer und kalt. Brüderlichkeit kapituliert vor Zwietracht und Gewalt. Und da ist so viel Not und Sorge gleich vor uns'rer Tür und wenn wir ein Kind lächeln seh'n, so weinen zehn dafür.

Der Himmel hat sich abgewandt. Die Zuversicht versiegt. Manchmal ist's, als ob alle Last auf meinen Schultern liegt. Doch tief aus meiner Ohnmacht und aus meiner Traurigkeit sprühe ich das Wort "Hoffnung" auf die Mauern meiner Zeit.

Um uns regiert der Wahnsinn. Und um uns steigt die Flut. Die Welt geht aus den Fugen. Und ich rede noch von Mut.

Wir irren in der Finsternis. Und doch ist da ein Licht: Ein Widerschein von Menschlichkeit. Ich überseh' ihn nicht!

Und wenn auf meinem Stein sich frech das Unkraut wiegt im Wind, die Worte "Ewig unvergessen" überwuchert sind, bleibt zwischen den Parolen von Hass und Bitterkeit vielleicht auch das Wort "Hoffnung" auf den Mauern jener Zeit, bleibt zwischen den Parolen von Hass und Bitterkeit vielleicht auch das Wort "Hoffnung" auf den Mauern jener Zeit.“

Die redaktionelle Verantwortung für die Sendung hat Martin Korden. 

Musik:

Reinhard Mey – Ich wollte wie Orpheus singen

Reinhard Mey - Beim Blättern in den Bildern meiner Kindheit

Reinhard Mey – Selig sind die Verrückten

Reinhard Mey – Mein Apfelbäumchen

Reinhard Mey – Friedhof

Reinhard Mey – Hilf mir

Reinhard Mey – Die Mauern meiner Zeit


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Dieser Beitrag wurde am 25.04.2021 gesendet.


Über den Autor P. Norbert Cuypers SVD

orbert Cuypers, 1964 in Köln geboren, ist Mitglied der interkulturell aufgestellten Ordensgemeinschaft der Steyler Missionare (SVD). Sein Weg führte ihn im Laufe der Jahre unter anderem nach Papua Neuguinea und nach Österreich. Seit 2011 lebt und wirkt er wieder in Deutschland. Das Thema „Spiritualität“ begleitet ihn seit Jahren: sei es als Exerzitienmeister, als Spiritual im Priesterseminar, oder auch als Leiter des deutschsprachigen Noviziats seines Ordens in Berlin. Derzeit lebt er als „Hüter der Stille“ in einer Einsiedelei im Sauerland. Kontakt: cupyi@gmx.de

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