Wort zum Tage, 17.03.2021

von Beate Hirt, Frankfurt

Saint Patricks Day

Wenn ich mal wieder reisen darf, dann steht ein Land ziemlich weit oben auf meiner Wunschliste: Irland. Zweimal war ich schon da und war begeistert, vor allem auch von der großartigen Landschaft. Von diesem fantastischen Grün.

Heute wird gefeiert in Irland - wegen Corona deutlich kleiner als sonst, aber doch sicher ein bisschen. Denn heute, am 17. März, ist der Tag des heiligen Patrick. Saint Patricks Day.

Der heilige Patrick ist der große Landesheilige und Schutzpatron Irlands. Er hat im fünften Jahrhundert gelebt und das Christentum damals in Irland verbreitet. Damit war er ziemlich erfolgreich, wohl auch, weil er – wie es heißt – den christlichen Glauben einfach erklären konnte.

Zum Beispiel: die Dreifaltigkeit. Gott Vater, Sohn und Heiliger Geist. Wie hat man sich das vorzustellen, wie verhalten sich die drei zueinander? Das war schon immer ein schwieriges Thema.

Der heilige Patrick hat es versucht, so zu erklären: Die heilige Dreifaltigkeit ist wie ein Kleeblatt. Drei Blätter, aber eben doch: ein Blatt. Ein Gott, in drei Personen. Die Erklärung kam an.

Und aus dem Bild für die Dreifaltigkeit Gottes wurde auch gleich noch das Symbol für eine ganze Nation, für Irland eben. Das Kleeblatt bekommt man dort als Souvenir in allen Varianten, auf Postkarten oder als Schlüsselanhänger. Und als Firmenlogo ist es auch verbreitet.

Ich finde es schön, dass das Kleeblatt nicht nur „drei in eins“ symbolisiert. Sondern dass es auch gleich noch die Farbe Grün mit sich bringt. Am Saint Patricks Day wird mancherorts deswegen übrigens sogar das Wasser von Flüssen grün eingefärbt oder das Bier. Und mancher trägt grüne Kleidung.

Grün ist die Farbe des Tages. Und Grün: Das ist wiederum auch ein Symbol: das Symbol für die Hoffnung. Und die gehört für mich auch ganz klar zu Gott, zu dieser dreifaltigen Gottheit aus Vater, Sohn und Heiligem Geist. Diese Gottheit gibt mir Hoffnung und Zuversicht.

Und die kann ich gerade auch in Corona-Zeiten gut gebrauchen. Manchmal leidet die Hoffnung ja schon etwas. Wenn die Infektionszahlen schon wieder steigen, wenn gar kein Ende dieser Pandemie in Sicht ist. Und ich einfach keine Energie mehr habe für Krise und Kontaktbeschränkungen.

Mein Glaube hilft mir, dann wieder den Kopf zu heben, Hoffnung zu schöpfen. In einem Psalm der Bibel heißt es:

„Denn du bist meine Hoffnung, Herr und GOTT, meine Zuversicht von Jugend auf.“

(Psalm 71,5)

Das werde ich heute beten und feiern.

Vielleicht zieh ich etwas Grünes dazu an. Und trinke ein Guinness. Und ich stoße an auf das grüne Kleeblatt, auf Irland und auf den heiligen Patrick.


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Dieser Beitrag wurde am 17.03.2021 gesendet.


Über die Autorin Beate Hirt

Beate Hirt ist Senderbeauftragte der katholischen Kirche beim Hessischen Rundfunk in Frankfurt. Sie studierte katholische Theologie und Germanistik in Mainz und Paris. Danach war sie als Persönliche Referentin beim Mainzer Bischof Karl Kardinal Lehmann tätig. Seit 2003 ist sie Rundfunkbeauftragte des HR. Sie schreibt und liest gern, am liebsten über Gott. Inspiration und Entspannung findet sie beim Joggen, Wandern und Singen. Kontakt: info@kirche-im-hr.de www.kirche-im-hr.de

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