Feiertag, 21.06.2020

von Michael Kinnen, Trier

Fünf Jahre danach: Wie Papst Franziskus mit „Laudato Si“ zum Propheten wurde

Mit seiner Sozial- und Umweltenzyklika „Laudato Si‘“ traf Papst Franziskus vor fünf Jahren einen Nerv. Mittlerweile setzen sich mehr Menschen für die Natur ein. Doch der Papst fordert in seinem Lehrschreiben mehr als Umweltschutz allein. Es geht um eine „ganzheitliche Ökologie“:

© Akil Mazumder / Pexels

Was wurde im Vorfeld gespottet über den „grünen Papst“, den „Öko-Träumer“. Papst Franziskus hatte vor fünf Jahren den Grundsatztext „Laudato Si“ veröffentlicht - mit diesem besonderen Titel: „Laudato Si“ - Übersetzt: „Sei gepriesen“ aus dem so genannten „Sonnengesang“ des Heiligen Franz von Assisi, seinem Namenspatron.

Sei gepriesen, Gott, für Sonne und Mond, die wie „Bruder“ und „Schwester“ für uns sind, ebenso wie Feuer, Wind und Wasser und die „Mutter Erde“ mit allen Geschöpfen. Der Sonnengesang ist ein großer Lobpreis der Schöpfung. Daran hat Papst Franziskus im Jahr 2015 angeknüpft mit seiner Enzyklika, diesem Rundschreiben „Laudato Si – Über die Sorge für das gemeinsame Haus“, wie der ganze Titel lautet.

Welche Art von Welt wollen wir denen überlassen, die nach uns kommen, den Kindern, die gerade aufwachsen? Diese Frage betrifft nicht nur die Umwelt in isolierter Weise, denn es ist unmöglich, das Problem fragmentarisch anzugehen.“[1]

Es geht um Gott und die Welt

Es geht um Umweltverschmutzung und Klimawandel – schon Jahre vor Greta Thunberg und den Fridays for future – es geht um die Frage nach sauberem Wasser und gutem Wohnraum für alle, um globalisierte Wirtschaftsbeziehungen und um technologischen Fortschritt; es geht um Egoismus im Wirtschaften und Ausbeutung von Arbeitskräften und von Lebensräumen; es geht um Gerechtigkeit und Gemeinwohl; vor allem darum: Gemeinwohl: Wie wir miteinander gut leben, arbeiten und auskommen können, heute und in Zukunft. Sozial und nachhaltig. 

„Laudato si’ ist keine 'grüne' Enzyklika: es ist eine soziale Enzyklika. Vergesst das nicht!“ [2]

Diese Betonung scheint dem Papst wichtig zu sein: Die Enzyklika ist kein „Ökomanifest“, jedenfalls nicht nur. Und auch nicht nur ein theologisches „Edelpapier“, das ein paar Insider lesen und die meisten, wenn überhaupt, doch nur in den Bücherschrank stellen. Es ist Theologie, wie sie sein soll, wenn sie nicht nur um sich selbst kreist. Es ist Theologie und Anthropologie, das heißt, es geht im wahrsten Sinn des Wortes um Gott und die Welt – und die Menschen mit ihrer Umwelt und Mitwelt.

Und da macht der Papst seinem Namen Franziskus alle Ehre. Nicht umsonst hat er sich den Namen des Heiligen Franz von Assisi ausgesucht, als er zum Papst gewählt wurde. Der Name ist Programm, für das ganze Pontifikat von Papst Franziskus, wie er schon wenige Monate nach seinem Amtsantritt bei einem Besuch in Assisi gesagt hat: 

„Die Liebe zur gesamten Schöpfung, zu ihrer Harmonie. Der Heilige von Assisi bezeugt die Achtung gegenüber allem, was Gott erschaffen hat – und wie Er es erschaffen hat –, ohne mit der Schöpfung zu experimentieren, um sie zu zerstören (…)

Und vor allem bezeugt der heilige Franziskus die umfassende Achtung gegenüber dem Menschen, dass der Mensch berufen ist, den Menschen zu schützen, dass der Mensch im Zentrum der Schöpfung steht, an dem Ort, wo Gott, der Schöpfer, ihn wollte, und nicht Werkzeug der Götzen sei, die wir selber schaffen! Harmonie und Frieden!“[3]

Die „ganzheitliche Ökologie“

Harmonie und Frieden – zum Wohl aller. Und das mitten in einer Welt, die alles andere als friedlich und „heile Welt“ ist. Der Papst redet da nichts schön in seiner Enzyklika. Im ersten Kapitel lässt er wissenschaftliche Erkenntnisse zu Wort kommen – zum Verlust biologischer Vielfalt, wie sich die Lebensqualität verschlechtert, wie Verstädterung und soziale Ungerechtigkeiten Ökosysteme vernichten. Er spricht von einer Wegwerf-(Un-)kultur; wenn alles beliebig und ohne Wert ist; wenn ich mich überall bediene und dann einfach wegwerfe, was ich nicht mehr gebrauchen kann. Dann ist irgendwann auch das menschliche Leben nur noch nach dem Nutzenfaktor bewertet. Das soll nicht sein, sagt der Papst.

„Wir kommen (…) heute nicht umhin anzuerkennen, dass ein wirklich ökologischer Ansatz sich immer in einen sozialen Ansatz verwandelt, der die Gerechtigkeit in die Umweltdiskussionen aufnehmen muss, um die Klage der Armen ebenso zu hören wie die Klage der Erde.“[4]

Der Papst spricht da von einer „Ganzheitlichen Ökologie“. Das nimmt das Wort Ökologie in vollem Wortsinn auf: „oikos“ – das ist die Haus- und Wirtschaftsgemeinschaft. Oikos-logos – Das, was logisch ist für ein gutes Leben miteinander: Das ist ganzheitliche Ökologie. Glaubwürdiger Lebensschutz meint deshalb auch, die Lebensgrundlagen zu schützen. Und darum geht es auch dem Papst mit dem Vorbild seines heiligen Namenspatrons Franziskus. 

Manche sagen: Umweltschutz – das muss man sich erstmal leisten können! Als wenn es darum nur gehen könne, wenn noch Geld übrig ist. Als Kür. Dabei: Sich den umfassend verstandenen Umweltschutz nicht zu leisten: Das kann man sich nicht leisten, weil es die Lebensgrundlage entzieht. Weil Umweltschutz im Kern Lebensschutz ist!

„Diese Wirtschaft tötet“

Gerade in den Corona-Zeiten aber wird deutlich, wo manche die Prioritäten setzen: Wenn es um Lockerungen geht, wird danach gefragt, welche Branche zuerst drankommt, wieder am Start ist, möglichst so weitermachen kann wie bisher. Es geht um wirtschaftliche Interessen. Der Mensch ist da oft nur zweitrangig, Gefangener der Ökonomie: „Diese Wirtschaft tötet“[5], hat der Papst einmal drastisch formuliert.

Sie tötet, weil immer mehr Gewinn für die einen oft auch bedeutet, dass andere ausgebeutet werden. Kann es nach der Corona-Krise einfach weitergehen wie bisher? Was zählt, worauf kommt es an; wo sind die Prioritäten und was ist angeblich oder tatsächlich system-relevant, was ist lebens-relevant? Das alles erinnert an einen Spruch, der oft zitiert wird und – vielleicht irrtümlich – aber wiederkehrend den Cree-Indianern, Ureinwohnern Nordamerikas, zugeschrieben wird:

„Erst wenn der letzte Baum gerodet, der letzte Fluss vergiftet, der letzte Fisch gefangen ist, werdet ihr merken, dass man Geld nicht essen kann.“[6] 

Umweltschutz, Klima- und Lebensschutz ist „Lebens-Mittel“, ganz wörtlich. Wo andere Interessen wirken, ist das Leben vielfältig bedroht. Der Text von „Laudato Si“ spricht an. Er richtet sich an alle Menschen guten Willens, weit über den Kreis der Kern-Katholiken hinaus. Klimaaktivisten, Menschenrechtler, Freiheitskämpfer und Friedensarbeiter: Sie alle finden darin gute Worte. Gläubige und nicht-gläubige Menschen.

Der Papst verlangt einen neuen Lebensstil

An vielen Stellen schreibt der Papst „Ich schlage vor“. Nicht: „So ist es – und basta!“ Er zitiert in seinem Text oft Worte von Bischofskonferenzen aus aller Welt, auch geistliche Führer anderer Konfessionen. Das sind neue, einladende Töne, die alle angehen. Manchmal formuliert der Papst da so praktisch, dass er sozusagen direkt an der Haustür klopft, um zu zeigen, was jeder und jede selbst tun kann, nicht nur die anderen, nicht nur „die da oben“.

„(...) die Vermeidung des Gebrauchs von Plastik und Papier, die Einschränkung des Wasserverbrauchs, die Trennung der Abfälle; nur so viel zu kochen, wie man vernünftigerweise essen kann; die anderen Lebewesen sorgsam zu behandeln; öffentliche Verkehrsmittel zu benutzen oder ein Fahrzeug mit mehreren Personen zu teilen, Bäume zu pflanzen, unnötige Lampen auszuschalten.(…) Man soll nicht meinen, dass diese Bemühungen die Welt nicht verändern.“[7]

Es sind nicht zuletzt die klaren Beispiele, die Laudato Si so brisant machen. Ich kann damit im wahrsten Wortsinn etwas anfangen. Keiner kann sich rausreden, dass er nichts beitragen kann. Es wäre aber auch zu einfach, die Enzyklika darauf zu reduzieren, dass man eben Strom spart, die Heizung runterdreht oder Umweltschutzpapier in den Drucker legt. Es geht um eine grundsätzliche Haltung und um das Verständnis wie das alles global zusammenhängt. Und das zeigt sich dann konkret und hat Folgen.

„Eine Änderung der Lebensstile könnte dazu führen, einen heilsamen Druck auf diejenigen auszuüben, die politische, wirtschaftliche und soziale Macht besitzen. Das ist es, was die Verbraucherbewegungen erreichen, die durch den Boykott gewisser Produkte auf das Verhalten der Unternehmen ändernd einwirken und sie zwingen, die Umweltbelastung und die Produktionsmuster zu überdenken.“[8]

Sklaverei des Konsumismus

Wenn das Schnitzel auf dem Teller für „Eins-neunundneunzig“ im Supermarkt zu haben ist, oder das T-Shirt nur drei Euro kostet, dann stimmt da was nicht: Nicht nur im Blick auf Tier- oder Umweltschutz. Hier geht es auch um die Frage, wie das, was wir zum Leben brauchen, hergestellt wird; unter welchen Bedingungen Arbeiterinnen und Arbeiter tätig sind; wie Chemikalien und andere Mittel für die Billig-Produktion eingesetzt werden – und wer das zu spüren bekommt. Was uns das alles ganz wörtlich „wert“ ist. Es trifft ja oft die, die sich am wenigsten wehren können.

Darum haben auch kirchliche Hilfswerke wie Misereor und Adveniat diese Enzyklika des Papstes für sich entdeckt. Die Hilfswerke haben die ganzheitliche Entwicklung auch in den Ländern des so genannten „globalen Südens“ im Blick. Es geht nicht nur um Spenden, Almosen und Nothilfe. Es geht um Bildung und Haltung, um menschenwürdiges Leben: Weil Um-Welt all das miteinschließt, was lebt und leben lässt. In Laudato-Si entwickelt der Papst eine Vision für alle Menschen, prophetisch bis heute:

„Gläubige und nicht Gläubige sind sich einig, dass die Erde unser gemeinsames Erbe ist, dessen Erträge allen zugutekommen sollte. Was geschieht jedoch in der Welt, in der wir leben? Die Beziehung zwischen der Armut und der Zerbrechlichkeit des Planeten erfordert eine andere Art, die Wirtschaft zu leiten und den Fortschritt zu messen, die Konzeption einer neuen Lebensweise. Weil wir einen Wandel brauchen, der uns alle vereint. Frei von der Sklaverei des Konsumismus.“

Laudato Si‘: Gelobt und vergessen?

Eine „Prophetin unserer Tage“. So wurde Greta Thunberg von ihren Bewunderern genannt. Auch wenn es gerade medial etwas stiller um die 17-jährige Klimaaktivistin geworden ist. Das Anliegen bleibt als unbequemer Mahnruf. Nicht umsonst wurde und wird sie angefeindet. Propheten sagen Unbequemes. Weil ich mich ertappt fühle bei dem, was sie aufdecken. Weil sie meine eigene Bequemlichkeit in Frage stellen. Und so treffen sie den Nerv.

Auch der Papst hat schon Jahre zuvor mit der Enzyklika den Nerv getroffen. Und er bleibt hartnäckig. Nervend vielleicht. Erinnert immer wieder daran, wie globale Ungerechtigkeit im Wirtschaften sich auswirkt auf Mensch und Umwelt. Und das ist gut so, dass er unbequem bleibt. Das merkt man an den Reaktionen: Von manchen hochgelobt – vielleicht auch weggelobt, am liebsten tot-gelobt, soll das werden, was er geschrieben hat. Gelobt und vergessen. Aber so einfach geht das nicht.

Ist der Papst ein Prophet?

Prophetisch-hartnäckig ins Gewissen reden. Das hat Folgen. Nicht erst seit der Enzyklika, aber seitdem mit Rückenwind gibt es in manchen Bistümern verstärkte Klimainitiativen; es gibt nachhaltige Finanzanlagen; Planstellen und Preise für nachhaltig-faires Engagement. Ja, da ist noch viel Luft nach oben, auch nach fünf Jahren. Ja, es gab auch schon vor der Enzyklika solche Initiativen. Und ja, es gibt auch viel bedrucktes Papier dazu. Und eben auch immer wieder ein Umdenken, das nicht bei frommen Forderungen bleibt.

Der Papst, ein Prophet? Propheten sind ja nicht einfach Wahrsager, die die Zukunft voraussagen: Aber sie haben einen Blick über das Hier und Jetzt hinaus. Vielleicht steckt die Lösung schon im Wort selbst. In der Sprache des Alten Testaments, im Hebräischen, heißt Prophet übersetzt „nabi“. Das wird fast genauso ausgesprochen wie die Kurzform „Navi“ für die Navigationsgeräte etwa im Auto.

Und vielleicht ist genau das ein Erkennungszeichen: Propheten sagen wie das Navi, wo’s langgeht, bringen voran, damit das Leben ans Ziel kommt, damit Leben hier und heute schon gelingt. Sie machen Mut und stärken die Zuversicht. Trotz aller Abwege und Egoismen, der Ursache für die Sünde schlechthin. In der Enzyklika heißt es:

„Trotzdem ist nicht alles verloren, denn die Menschen, die fähig sind, sich bis zum Äußersten herabzuwürdigen, können sich auch beherrschen, sich wieder für das Gute entscheiden und sich bessern, über alle geistigen und sozialen Konditionierungen hinweg, die sich ihnen aufdrängen. Sie sind fähig, sich selbst ehrlich zu betrachten, ihren eigenen Überdruss aufzudecken und neue Wege zur wahren Freiheit einzuschlagen.“[9]

Die Freiheit ist der Schlüssel. Es ist die Freiheit, alles in den Wind zu schlagen, nur an mich zu denken; oder die Freiheit, das was Gott mir zutraut, in meiner kleinen Um-Welt auch anzugehen; gut für mich und für andere.

Welche Lösungen sich Franziskus vorstellt

Die Enzyklika „Laudato Si“ von Papst Franziskus wäre nur halbfertig und nur halb so viel beachtet bis heute, wenn sie nur den Ist-Zustand beschreiben würde oder bei theologischen Reflexionen dazu stehen geblieben wäre. Es geht auch um Lösungen.

Es genügt nicht, die Pflege der Natur mit dem finanziellen Ertrag oder die Bewahrung der Umwelt mit dem Fortschritt in einem Mittelweg zu vereinbaren. In diesem Zusammenhang sind die Mittelwege nur eine kleine Verzögerung des Zusammenbruchs. Es geht schlicht darum, den Fortschritt neu zu definieren. Eine technologische und wirtschaftliche Entwicklung, die nicht eine bessere Welt und eine im Ganzen höhere Lebensqualität hinterlässt, kann nicht als Fortschritt betrachtet werden.“[10]

Fortschritt neu definieren. Nicht nur Profit für mich selbst, sondern das Gemeinwohl als Ziel. Da ist es wieder, eines der Kernthemen von Papst Franziskus: Egoismus als Ursache von vielem Übel; Egoismus, mit dem ich mir selbst und anderen im Weg stehe. Unersättliche Gier. Das geht nicht gut. Dann kommt nur der gut weg, der die anderen wegdrückt.

Aber die Gier des egoistischen Immer-Mehr macht nicht satt; nur neidisch, unfrei und krank. Ich werde dann zum Getriebenen der eigenen Unersättlichkeit; habe Angst zu kurz zu kommen; dass andere mir etwas wegnehmen. Das vergiftet das Leben. Wenn ich mit anderen auf Dauer, nachhaltig und gut auskommen will, muss ich es auch mal ganz wörtlich "genug sein" lassen, es "gut" sein lassen, ganz banal im Alltag.

„Eine ganzheitliche Ökologie ist auch aus einfachen alltäglichen Gesten gemacht, die die Logik der Gewalt, der Ausnutzung, des Egoismus durchbrechen. Indessen ist die Welt des wütenden Konsums zugleich die Welt, in der das Leben in all seinen Formen schlecht behandelt wird.“[11]

Von Anfang bis Ende

Und damit schließt sich der Kreis einer „ganzheitlichen Ökologie“, die der rote Faden in dieser Enzyklika ist: Es geht dem Papst um das Lob des Lebens: um den umfassenden Lebensschutz für Menschen von der Empfängnis bis zum Tod. Das bedeutet: nicht nur am Anfang und Ende, sondern von Anfang bis Ende des Lebens. Das meint dann auch: für Menschen gleich welcher Herkunft, welchen Alters, sexuellen Orientierung oder Einkommensverhältnisse, ein Leben lang; es geht um Lebensschutz und Schutz der Lebensgrundlagen, auch für Tiere aller Arten in ihrem natürlichen Umfeld.

Lebensschutz für Wälder und Lebensräume – um eine Welt mit Gerechtigkeit, Frieden und die Bewahrung der Schöpfung. Ist das Träumerei? Prophetie? Oder eine Notwendigkeit, die immer deutlicher wird, gerade in den Ereignissen, Unruhen und Krisen unserer Tage?

Ein Gebet bringt das auf den Punkt. Der Papst hat es in der Enzyklika ans Ende gestellt, als Fundament und Höhepunkt. Es bleibt der rote Faden für eine ganzheitliche Ökologie in der Sorge um das gemeinsame Haus. Auch nach fünf Jahren – auch für die kommende Zeit. Praktisch-prophetisch, auch heute.

 „(…) Gott der Armen, hilf uns, die Verlassenen und Vergessenen dieser Erde, die so wertvoll sind in deinen Augen, zu retten.
Heile unser Leben, damit wir Beschützer der Welt sind und nicht Räuber,

damit wir Schönheit säen und nicht Verseuchung und Zerstörung.
Rühre die Herzen derer an, die nur Gewinn suchen auf Kosten der Armen und der Erde.
Lehre uns, den Wert von allen Dingen zu entdecken und voll Bewunderung zu betrachten; zu erkennen, dass wir zutiefst verbunden sind mit allen Geschöpfen

auf unserem Weg zu deinem unendlichen Licht.“

Gebet für unsere Erde[12]

Die redaktionelle Verantwortung hat Martin Korden


[1]   Enzyklika Laudato Si, Nr. 160.

[2]           Ansprache von Papst Franziskus an die Teilnehmer der Internationalen Konferenz  der Stiftung „Centesimus Annus – Pro Pontifice – 8. Juni 2019. http://www.vatican.va/content/francesco/de/speeches/2019/june/documents/papa-francesco_20190608_fondazione-centesimusannus.html

[3]   Predigt beim Pastoralbesuch in Assisi, 4. Oktober 2013 - http://www.vatican.va/content/francesco/de/homilies/2013/documents/papa-francesco_20131004_omelia-visita-assisi.html  (hier Auszug aus Nr. 3)

[4]   Enzyklika Laudato Si, Nr. 49.

[5]   Apostolisches Schreiben „Evangelii Gaudium“ Nr. 53: http://www.vatican.va/content/francesco/de/apost_exhortations/documents/papa-francesco_esortazione-ap_20131124_evangelii-gaudium.html .

[6]   Vgl. https://de.wikipedia.org/wiki/Vermeintliche_Weissagung_der_Cree

[7]   Enzyklika Laudato Si, Nr. 211f.

[8]   Enzyklika Laudato Si, Nr. 206.

[9]   Enzyklika Laudato Si, Nr. 205.

[10]  Enzyklika Laudato Si, Nr. 194.

[11]  Enzyklika Laudato Si, Nr. 230.

[12]  Enzyklika Laudato Si, Nr. 246 a (gekürzt).

 

Musik:

Angelo Branduardi: La predica della perfetta Letizia

Angelo Branduardi – Cantico delle Creature 

Mercedes Sosa – Gracias a la vida

Mercedes Sosa - Solo le Pido a Dios


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Dieser Beitrag wurde am 21.06.2020 gesendet.


Über den Autor Dr. Michael Kinnen

Dr. Michael Kinnen, geboren 1977 in Saarbrücken, studierte Theologie in Trier (Diplom), Frankfurt und Mainz. Er absolvierte die studienbegleitende Journalistenausbildung am ifp in München und ist seit 1998 im Hörfunk für den Schwerpunkt "Kirche im Radio" unterwegs. 2001 arbeitete er als Redakteur der Privatfunkredaktion im Bistum Mainz und von 2003-2008 als Persönlicher Referent des Bischofs von Mainz. Nach sieben Jahren in der Öffentlichkeitsarbeit des Bistums und als PR-Berater (AKOMM) und einer Zeit als Persönlicher Referent des Generalvikars im Bistum Mainz arbeitet Kinnen derzeit im Strategiebereich Kommunikation und Medien des Bistums Trier als Online-Redakteur. Er promovierte zum Dr. phil. an der Johann Wolfgang Goethe-Universität Frankfurt mit einer Arbeit zum Thema „Gott in Einsdreißig – Fides et Radio" zum Verkündigungsauftrag der Katholischen Kirche im Privatfunk. Michael Kinnen ist verheiratet und Vater einer Tochter.

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