Feiertag, 13.10.2019

von Pfarrer Dr. Gotthard Fuchs, Wiesbaden

"Mystik der Straße." Zum 55. Todestag von Madeleine Delbrêl

„Ich glaube auch jetzt nicht an Gott, aber wenn es ihn gibt, trägt er die Züge von Madeleine.“ So formulierte es der kommunistische Bürgermeister des Pariser Vorortes Ivry auf der Beerdigung von Madeleine Delbrêl. Die hochbegabte Studentin und entschiedene Atheistin wendet sich Gott zu und vollzieht eine radikale Lebenswende. Aus ihrer Gottesbeziehung erwächst der Einsatz für die Nächsten um  „Jesus überall zur Welt kommen zu lassen“.  

„Der Christ der Zukunft wird ein Konvertit und ein Pilger sein – oder er wird nicht mehr sein“, jemand also, der sich bewusst entschieden hat und spirituell beweglich bleibt, unterwegs auf den Straßen des Lebens und voller Hoffnung auf Gelingen. Dieser Grundsatz französischer Religionssoziologie, auch hier zulande aktuell, lässt sich beispielhaft an der Biographie von Madeleine Delbrêl entfalten.

Heute vor 55 Jahren, am 13. Oktober 1964, ist sie, gerade mal  60 Jahre alt, überraschend gestorben. Bei ihrer Beerdigung sagte der kommunistische Bürgermeister: „Ich glaube auch jetzt nicht an Gott, aber wenn es ihn gibt, trägt er die Züge von Madeleine.“  Mit ihrer Konversion fing alles an. 1904 geboren, ist Madeleine zwar in einer milieu-katholischen Familie groß geworden, aber ohne jede wirklich christliche Prägung. Als junge Frau verstand sie sich als entschiedene Atheistin. „Gott ist tot! Es lebe der Tod!“ war damals das Motto der hochbegabten Studentin an der Sorbonne, ihre Gedichte erhielten einen renommierten Literaturpreis. Zwanzigjährig kam es nach längerem Suchen und aufgrund von Begegnungen in der Pfadfinderschaft zur Lebenswende. Delbrêl selbst schreibt im Rückblick:

„Wenn ich aufrichtig sein wollte, durfte Gott, der nicht mehr strikt unmöglich war, auch sicher nicht als inexistent behandelt werden. Ich wählte deshalb, was mir am besten meiner veränderten Perspektive zu entsprechen schien: Ich entschloss mich zu beten. Dann habe ich, betend und nachdenkend, Gott gefunden, aber indem ich betete, habe ich geglaubt, dass Gott mich fand, und dass er lebendige Wirklichkeit ist und dass man ihn lieben kann, wie man eine Person liebt. Diese Wahrheit habe ich umsonst empfangen. Ich schulde sie Gott, der sie mir geschenkt hat, und ich schulde sie Menschen. Denn es waren Menschen, die mir geholfen haben, dieser Wahrheit zu begegnen, sie für möglich zu halten und mir eine Vorstellung von dem, was sie ist, zu eigen zu machen.“

Eine junge Frau geht aufs Ganze

Diese persönliche Gottesbeziehung prägte fortan Madeleine Delbrêls Leben und wurde zum Maßstab für alles. Bekehrung ist ein „gewaltsames Ereignis“, schreibt sie später – wie nach einer Blendung gerät alles in neues Licht. Ihr ganzes Leben dreht sich fortan um dieses Geheimnis, das wir Gott nennen. Nach Delbrêls Tod fand man einen Zettel in ihrem Gebetbuch, darauf ist wie beim großen Blaise Pascal das Datum der Bekehrung exakt notiert: der 29. März 1924.  So umwerfend blieb es für sie lebenslang. Wie ein Navi fürs weitere Leben stehen auf diesem Merkzettel die Sätze:

„Ich will das, was du willst, ohne mich zu fragen, ob ich es kann. Ohne mich zu fragen, ob ich Lust darauf habe. Ohne mich zu fragen, ob ich es will.“

Das ist die Sprache einer verrückten Liebe; eine junge Frau geht aufs Ganze, wie hingerissen von jener anderen Wirklichkeit, die ihr stets gegenwärtiger und unbegreiflicher wurde. Zeitlebens hat Madeleine Delbrêl diesen Gottesfund als ein umwerfendes Glück erfahren und beschrieben. Der Glaube ist zwar auch für sie, wie bei Therese von Lisieux, die damals gerade heiliggesprochen wurde, ein „dunkles Licht“ – aber vor allem ein überschwängliches Glück: jedenfalls keine bloße Idee, schon gar nicht eine moralische Doktrin, vielmehr eine hinreißende Beziehungsgeschichte, eine abenteuerliche Entdeckungsreise.

Aus Delbrêls Jesus-Verbundenheit erwächst der Einsatz für andere

Bezeichnend ist, wie selbstverständlich für Madeleine mit der Gottesbegegnung die Hinwendung zu den Mitmenschen verbunden ist. Ihre kürzlich wieder gefundenen Briefe an ihren Beichtvater Abbe Lorenzo verraten viel von der Intimität ihrer Christusbeziehung. Dieser wichtige Glaubensbegleiter habe das „Evangelium in ihr explodieren lassen“, sagt sie später. Madeleine ist zutiefst berührt von der Liebe Jesu, nicht zuletzt von seinem Mitleiden und seiner Mitleidenschaft. Besonders nahe geht ihr die Bedürftigkeit Jesu: er sucht Mitliebende und findet so wenige. Auch von Jesus heißt es ja, er habe keinen Ort gehabt, wo er sich  hätte ausruhen können. So umgetrieben war er, dass endlich Gottes Weltherrschaft komme und Recht schaffe. Diese innigste Jesusverbundenheit und Gottesgewissheit sind zeitlebens die Quelle  von Madeleines sprühender Geistesgegenwart und ihres unermüdlichen Einsatzes für andere und mit ihnen. Noch kurz vor ihrem plötzlichen Tod sagt sie in einem Vortrag:

 „Ich bin von Gott überwältigt worden und bin es immer noch.“

Madeleine Delbrêl ist zunehmend fasziniert von der Spiritualität des Karmel und der Kleinen Brüder und Schwestern von Charles de Foucauld - spirituelle Avantgarden damals, die die Kirche Frankreichs reformierten. Doch sie geht nicht ins Kloster; sie schließt sich auch keiner üblichen geistlichen Gemeinschaft an. Sie will verfügbar bleiben für ihre Eltern in Not, sie will das Evangelium praktisch und apostolisch leben. Sie sucht die Solidarität mit den Armen. Madeleine entscheidet sich deshalb für das Studium der Sozialarbeit, ausdrücklich nicht der Theologie.  1933 schließlich kommt es zu dem folgenreichen Entschluss, in die Mission zu gehen – aber nicht, wie damals üblich, nach Afrika oder Asien, sondern in die Slums und Vorstädte von Paris. Sie geht, zusammen mit zwei Freundinnen, nach Ivry, damals die Hochburg der französischen Kommunisten. Dort in einem durch und durch marxistisch geprägten, anti- und nachchristlichen proletarischen Milieu nisten sich die Frauen ein, völlig absichtslos und nichts im Sinn, als die gefundene Gottespräsenz zu bezeugen. Dort lebt und wirkt sie in einer bald wachsenden Gemeinschaft, schließlich mit einer Tochtergründung in Afrika, bis zu ihrem Lebensende.

Leitung des städtischen Sozialdezernates

Alltäglich ist der Rhythmus von Anbetung und Sozialarbeit, Gottesdienst und Menschendienst sind untrennbar. Bald wird das Häuschen der Frauen zu einem Haus der offenen Tür, zur Anlaufstelle für Bedürftige und Suchende. In der Kriegszeit übernimmt Delbrêl stellvertretend für die Kommunisten die Leitung des Sozialdezernates der Stadt, aber der Partei tritt sie bewusst nie bei. Später wird sie immer mehr zu Vorträgen angefragt und arbeitet in der Mission de France mit, einer wichtigen Initiative zur Erneuerung des kirchlichen Lebens. Stets hellwach für die sozialen und politischen Herausforderungen der Zeit, wird die Stimme Delbrêls bis in das Vatikanische Konzil hinein vielfach gehört.

Gott ist für sie nicht nur ein Wort. Er ist die gelebte und praktizierte Nächsten- und Feindesliebe.  Und die ist konkret. „Der Christ der Zukunft wird ein Konvertit sein“, oder – wie Karl Rahner sagte – ein Mystiker, der etwas erfahren und sich entschieden hat. Und damit beginnt der Aufbruch erst, die Pilgerschaft in das alltägliche Leben. Alles gerät dabei unter das Vorzeichen einer gigantischen Verheißung und beglückenden Gewissheit. Madeleine Delbrêl ist alles andere als eine Illusionistin, alltagspraktisch ist ihre Spiritualität, ganz realistisch ihr Glaube, entsprechend erfahrungsgesättigt und punktgenau plastisch ihre Glaubenssprache.

Christ-Sein ist kein Lebensstil, sondern ein Geschenk

Was sind die Grundlinien von Madeleine Delbrels Spiritualität? Das Erste und Wichtigste: Christsein ist weder eine Pflicht noch eine moralische Anstrengung, weder eine Idee noch eine Doktrin, es ist ein Lebensglück, ein umwerfendes Geschenk, es ist ein bestimmter Lebensstil, mit entsprechenden Folgen natürlich. Selbstkritisch im Blick auf das verbürgerlichte Christentum notiert sie:

„Wir verkünden keine gute Nachricht, weil das Evangelium keine Neuigkeit mehr für uns ist, wir sind daran gewöhnt, es ist für uns eine alte Neuigkeit geworden. Der lebendige Gott ist kein ungeheures, umwerfendes Glück mehr. Wir verteidigen Gott wie unser Eigentum, wir verkünden ihn nicht wie das Leben alles Lebens, wie den unmittelbaren Nächsten all dessen, was lebt.“

Damit kommt eine zweite Dimension ins Spiel, das Evangelium und die Sinnfragen. Gemeint sind nicht zuerst gedruckte biblische Texte, die man lesen kann. Die gilt es natürlich zu meditieren. Aber wirklich als frohe, befreiende Botschaft erschließt sich das Evangelium erst im alltäglichen Tun und Lassen. Der Gott, von dem in biblischen Texten die Rede ist, begegnet überraschend in den Ereignissen jedes Tages und in den Zeichen der Zeit. Besonders sind es natürlich Situationen des Unrechts, der Not und des Leidens, die nach dem Sinn des Lebens fragen lassen. Dass alles begrenzt und endlich ist, wird oft schon schwer genug. Dazu kommt das himmelschreiende Unrecht in Gestalt von Gier und Ausbeutung, von Egoismus und Unrecht – also das, was man religiös Sünde nennt und wogegen die Marxisten so leidenschaftlich kämpften.

„Man muss sich der beiden dunklen Räume bewusst geworden sein, zwischen denen unser Leben sich abspielt: unergründliches Dunkel Gottes und Finsternis des Menschen: Dann kann man sich mit Leib und Seele dem Evangelium verschreiben, kann durch unser doppeltes Nichts hindurch unsere Kreatürlichkeit und unser Sündersein wahrnehmen.“

„Gott serviert uns die Umstände, damit wir sie vollenden“

Evangelium ist also nicht etwas, was man lesend für sich haben könnte. Wie das Salz die berühmte Suppe braucht, um seine würzende Präsenz schmecken zu lassen, so zeigt sich erst im Alltag, was das eigentlich ist und wie es wirkt: befreiend nämlich und verändernd – und das durch ein entsprechendes Verhalten, z.B. der Solidarität und Hilfsbereitschaft. Evangelisierung ist ein Prozess der Selbst- und Weltveränderung: alles wird ins Gebet genommen und im Geiste der Gottes- und Nächstenliebe verwandelt.

„Gott serviert uns die Umstände nicht wie fertig Gekochtes, wie abgeschlossen. Er reicht sie uns so, dass wir sie vollenden, dass wir daraus seinen Willen machen können.“

Ein dritter Grundzug von Delbrêls Lebensstil wird hier deutlich: Nur ja keine frommen Sprüche, keine religiösen Spekulationen. Nein, im Hier und Jetzt, im Alltag allein entscheidet sich's. Die Sache mit Gott ist nichts für Feinschmecker, sie ist Vollwertkost und Vollkornbrot mitten im Alltag. Ungemein anregend sind Delbrêls Gebetstexte, in denen sie die Banalität des Alltäglichen meditiert und auf das Geheimnis der göttlichen Liebe hin durchsichtig macht. Sie, die eine begeisterte Tänzerin war, vergleicht den Alltag mit einer Partitur, in der uns längst die richtige Musik zum Tanz vorgespielt wird. Wenn wir nur hören würden.

„Nichts wäre mittelmäßig, denn alles wäre entworfen von Dir,
nichts wäre zu schwer, denn alles wurzelte in Dir,
nichts wäre traurig, denn alles wäre gewollt von Dir,
nichts wäre langweilig, denn alles spräche von Deiner Liebe.

Wir alle sind vorbestimmt zur Ekstase, alle berufen
aus unseren armseligen Machenschaften heraus,
um Stunde und Stunde in deinem Plan aufzutauchen.
Nicht für Armselige, die man sich selbst überlässt,
immer Glückselige, die berufen wurden,
berufen zu wissen, was dir zu tun gefällt,
berufen zu wissen, was du jeden Augenblick von uns willst:

Leute, die dir ein bisschen nötig sind,
Leute, deren Gebärden dir fehlen würden,
wenn wir uns weigerten, sie zu tun.
Das knäuelige Stopfgarn, der zu schreibende Brief,
das aufzunehmende Kind, der zu erheiternde Gatte,
die zu öffnende Tür, der abzunehmende Hörer,
die auszuhaltende Migräne:

Lauter Sprungbretter in die Ekstase,
lauter Brücken aus unserem armen Leben,
unserem Widerwillen,
hinüber zum stillen Gestade deines Wohlgefallens.“

Gebet ist für Delbrêl „Intimität mit Gott“

Madeleine Delbrêl ist ein betender Mensch, sie steht in Beziehung zu Gott und den Nächsten, und das nicht in einer Wunschwelt oder auf Traumreisen, sondern in der Härte oft armseliger Wirklichkeit. Einsamkeit nennt sie das, Intimität mit Gott, lebendigste Verbundenheit. Dafür braucht es besondere Räume und Zeiten, die tägliche Kontemplation natürlich – aber auch die Stoßgebete mitten im Alltag. Programmatisch ist zum Beispiel Madeleines Formulierung:

„Lernen wir, dass es nur eine einzige Liebe gibt: Wer Gott umarmt, findet in seinen Armen die Welt; wer in seinem Herzen das Gewicht Gottes aufnimmt, empfängt auch das Gewicht der Welt.“

„Sich inkarnieren“ nennt sie das, sich einmischen, sich verausgaben, hier und jetzt das Geheimnis der göttlichen Liebe präsent werden lassen durch die Art, wie wir mit anderen Menschen und uns selbst umgehen, wie wir Probleme anpacken, wie wir uns Herausforderungen stellen und die Zeichen der Zeit lesen. Sie zitiert den großen Mystiker aus dem 16. Jahrhundert Johannes vom Kreuz: „Wenn Sie keine Liebe finden, dann bringen Sie Liebe, und Sie werden Liebe finden.“

So geschieht fortwährend die Inkarnation, die Fleischwerdung des Wortes Gottes. Das ist die für Delbrel die Grundspannung des Christlichen, die sie in ihrer Muttersprache so auf den Punkt bringt:

„solitaire“ und „solidaire“. Solitaire meint die Innigkeit mit Gott, die Zweisamkeit des Gebetes und der heiligen Kommunion mit ihm. Solidaire heißt Seite an Seite mit denen stehen, mit denen wir leben und die uns brauchen. Diese elliptische Spannung zwischen solitaire und solidaire macht den Christenmenschen aus. 

„In der Nähe eines Ungläubigen wird die Liebe zur Verkündigung, auch diese darf nur geschwisterlich sein. Wir kommen nicht, um großmütig etwas mitzuteilen, was uns gehört, nämlich Gott. Wir treten nicht wie Gerechte unter die Sünder, wie Leute, die ein Diplom erlangt haben unter Ungebildeten, wir kommen, um von einem gemeinsamen Vater zu reden, den die einen kennen, die anderen nicht.“

Jesus überall zur Welt kommen lassen – das ist ihre Spiritualität

Derart missionarisch wirken heißt also nicht, andere fromm belästigen oder ihnen etwas aufschwatzen oder gar aufzwingen. Ganz im Gegenteil: Einladend präsent sein, durch eigenes Verhalten etwas erahnen lassen von dem Geheimnis, das in Jesus Christus, erschienen ist wie in keinem. Ihn möglichst überall zur Welt kommen zu lassen. Das ist die Mitte von Delbrêls Spiritualität. Der kommunistische Bürgermeister am Sarg von Madeleine hat das genau verstanden, als er sagte: „Ich glaube auch jetzt nicht an Gott, aber wenn es ihn gibt, trägt er die Züge von Madeleine.“  Seite an Seite hatten der Bürgermeister und Delbrêl für mehr Gerechtigkeit gearbeitet und Veränderungen initiiert: Sie respektierte den Atheisten, er die Christin, und wie viel war gemeinsam zu schaffen, und ist es noch.

Vor 55 Jahren ist Madeleine Delbrêl gestorben. Was damals in französischen Verhältnissen zu gestalten war, ist längst auch hier in Deutschland spürbar. Christen geraten in die Minderheit, die Großkirchen in die Diaspora. Atheistische und agnostische Haltungen verbreiten sich kräftig, oft in Gestalt einer neuen Religiosität. Nicht mehr militanter Kommunismus ist heutzutage das Gegenüber wie bei Madeleine Delbrêl. Heute sind es wohl eher religiöse Indifferenz und diffuse Pluralität.

Aber mit Delbrêl und dem jetzigen Papst gälte es ohnehin, christlich mehr die durch Globalisierung noch verschärften Ungerechtigkeiten aufs Korn zu nehmen, die zu ständigen Stellvertreterkriegen führen und zur Verelendung von Mensch und Natur. Das betrifft Strukturen, es betrifft  das Geschehen vor der eigenen Haustür: jeder Tag ist eine Einladung, der Botschaft Christi mehr Raum zu geben und seine Lebensart spürbar werden zu lassen, und das am besten durch Taten und in der kleinen Münze des Alltags. Oder wie Madeleine Delbrêl sagte:

„Geht in euren Tag hinaus ohne vorgefasste Ideen, ohne die Erwartung von Müdigkeit, ohne Plan von Gott, ohne Bescheid-Wissen über ihn, ohne Enthusiasmus, ohne Bibliothek – geht so auf die Begegnung mit ihm zu. Brecht auf ohne Landkarte – UND wisst, dass Gott unterwegs zu finden ist, und nicht erst am Zielpunkt. Versucht nicht, ihn nach Originalrezepten zu finden, sondern lasst euch von ihm finden in der Armut eines banalen Lebens.“

 

Die redaktionelle und inhaltliche Verantwortung für diesen Beitrag liegt bei Martin Korden, Senderbeauftragter der Deutschen Bischofskonferenz für Deutschlandfunk Kultur.

 

Quellen:
- Madeleine Delbrêl, Wir Nachbarn der Kommunisten, Johannes-Verlag, Freiburg 2005, S. 16, 238, 58, 253.

- Madeleine Delbrêl, Gebet in einem weltlichen Leben, Johannes-Verlag, Einsiedeln 1974, S. 114,86.

- Katja Boehme, Madeleine Delbrêl, Herder-Verlag, Freiburg 2004, S. 22.


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Dieser Beitrag wurde am 13.10.2019 gesendet.


Über den Autor Pfarrer Gotthard Fuchs

Pfarrer Dr. Gotthard Fuchs, wurde 1963 in Paderborn zum Priester geweiht und hat seitdem zahlreiche Tätigkeiten in Seelsorge und theologischer Lehre, in Beratung- und Bildungsarbeit geleistet. Von 1983 bis1997 war Fuchs Direktor der Katholischen Akademie der Diözesen Fulda, Limburg und Mainz; zuletzt war er Ordinariatsrat für Kultur-Kirche-Wissenschaft. Seine Schwerpunkte liegen auf der Geschichte und Gegenwart christlicher Mystik im Religionsgespräch, auf dem Verhältnis von Theologie und Psychologie und von Seelsorge und Therapie. Zu diesen Themen hat er zahlreiche Veröffentlichungen publiziert. Kontakt
gotthardfuchs@t-online.de 
 

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