Feiertag, 09.06.2019

von Pater Norbert Cuypers SVD aus Berlin

Pfingsten: Die feurige Atemspende Gottes für uns Menschen

50 Tage nach Ostern feiert die Kirche Pfingsten? Für viele nicht mehr als ein langes Wochenende. Doch für den Steyler Missionar Pater Norbert Cuypers ist das Fest viel mehr. Der dabei im Mittelpunkt stehende Heilige Geist kann gerade dem rastlosen Menschen der heutigen Zeit vieles sagen. Welche Vorstellung verbindet sich mit dem Heiligen Geist, für die die Bibel viele verschiedene Bilder fand, um die Erscheinungsweise dieser dritten göttlichen Person zu umschreiben. 

„Alle rennen, alle traben, / Alle tun sie irgendwas. / Alle wollen, alle haben / Einen riesen Freizeitspaß./ Alle brauchen, alle tragen / Einen vorgeschrieb‘n  Dress. /Alle hetzen, alle jagen, Alle sind im Freizeitstress. / Alle laufen, / Alle schnaufen, / Alle strampeln, / Alle hampeln, / Alles regt sich  / Und bewegt sich / Ringsumher: / Immer schneller, immer höher, immer weiter, immer mehr! / Und ich, ich möchte einfach nur im Gras ‘rumsitzen, / Die Ameise den Krümel tragen sehn.“
(Aus: Reinhard Mey – „Alle rennen“) 

Endlich Wochenende und dazu noch ein verlängertes. Endlich Ruhe, endlich mal durchatmen, endlich mal  „…einfach nur im Gras ‘rumsitzen“, so wie es Reinhard Mey gerade besungen hat. Und morgen auch noch mal so richtig ausschlafen, bevor die Hektik des Alltags wieder losgeht. Gute Sache! Gut, dass es Pfingsten gibt!

Apropos Pfingsten! Da war doch was. Ne, Geschenke wie an Weihnachten gibt´s da nicht. Noch nicht einmal bunte Eier aus Marzipan wie an Ostern. Aber irgendwas muss da sein, sonst gäbe es nicht deutschlandweit einen freien Tag. 

Worum geht’s an Pfingsten?

Pfingsten? – Ach ja, richtig, im Grunde ist Pfingsten ein kirchliches Fest. Sturmwind. Feuerflammen. Heiliger Geist und so. Richtig. Darum geht´s an Pfingsten. Aber eigentlich um noch viel mehr. Um das zu verstehen, müssen wir allerdings das Rad der Geschichte für ein paar Jahrhunderte zurückdrehen. Genauer gesagt bis ungefähr in das Jahr 33 unserer Zeitrechnung. Nicht wesentlich mehr als eine Handvoll junger Frauen und Männer waren gerade für ein paar Jahre in die Lebensschule des Jesus von Nazareth gegangen, diesem Wanderprediger aus Galiläa. Sie hatten von ihm gelernt, was lieben und leben heißt. Sie hatten in Ansätzen erfasst, was es bedeutet, sich für die Liebe aufs Kreuz legen zu lassen, also für die Liebe leiden und sterben zu müssen. Vor allem aber hatten sie an Ostern erkennen dürfen, dass das Leben immer stärker ist, als der Tod. An Ostern wurden sie nämlich zu Zeugen der Auferstehung Jesu von den Toten. 

Aber aufstehen, um für die Auferstehung Zeugnis zu geben? Das ging gar nicht. Wer bitte sollte das denn glauben? Diese Botschaft würde doch kein Mensch ernst nehmen. Dafür würde man sie bloß auslachen. Also versteckten sich die Freunde Jesu aus Angst vor ihren Mitmenschen. Hinter dicken Mauern und fest verschlossenen Türen. Zu unsicher war die Zukunft für sie da draußen. So schien nun das Ende ihrer Vision von einer besseren und gerechteren Welt gekommen zu sein. Wie schon so oft, wenn sie nicht mehr wussten, wie es weitergehen soll. Dann aber geschah etwas unglaubliches, was man im zweiten Kapitel der Apostelgeschichte nachlesen kann. Dort steht geschrieben:

„Zum Beginn des jüdischen Pfingstfestes waren alle Jünger wieder beieinander. Plötzlich kam vom Himmel her ein Brausen wie von einem gewaltigen Sturm und erfüllte das ganze Haus, in dem sie sich versammelt hatten. Zugleich sahen sie etwas wie züngelndes Feuer, das sich auf jedem einzelnen von ihnen niederließ. So wurden sie alle mit dem Heiligen Geist erfüllt, und sie begannen in anderen Sprachen zu reden, wie der Geist es ihnen gerade eingab.“
(Apostelgeschichte 2, 1-5) 

Den Heiligen Geist kann jeder spüren, wenn…

Für die Juden war das Pfingstfest ursprünglich ein Erntefest. Später erst wurde daraus ein Gedenktag an den Bund, den Gott mit dem Volk Israel am Berg Sinai geschlossen hatte. Das war schon lange her. Trotzdem wurde jedes Jahr an diesen großen Tag erinnert. Am Pfingsttag also, so erzählt es Lukas in der Apostelgeschichte, da wurde das Haus, in dem sich die Jüngerinnen und Jünger Jesu ängstlich verkrochen hatten, wie von einem Sturm erfüllt. Lukas ist ein exzellenter Theologe, der gerne in Bildern erzählt. Für ihn steht der Sturmwind symbolisch für die Kraft des Heiligen Geistes, die jeder Mensch in sich spüren kann, der bereit ist, ihn zu empfangen. Dieser Geist ist es, - so deute ich dieses Wort - der die Glaubenden auch heute antreibt, von ihrem Glauben zu erzählen und das Projekt Kirche weiterführen zu wollen, auch wenn es manchmal hoffnungslos erscheint. 

Das ist also eine erste Botschaft von Pfingsten: wollen Christen heute glaubhaft von Gott reden, müssen sie für Gottes Wort brennen, müssen ‚Feuer und Flamme sein‘ für seine Botschaft. Darauf deuten auch die Feuerzungen hin, von denen Lukas in dieser Geschichte berichtet. Pfarrer Bernd Mönkebüscher, der über den Heiligen Geist geschrieben hat, deutet die Feuerzungen so:

„Zungen wie aus Feuer brauchen redliche Menschen. Wie schön, dass manche unserer Worte mehrdeutig sind. Redlich heißt aufrichtig sein, aber es steckt eben auch Reden darin - und an Pfingsten beginnen die Jünger zu reden - und wo es aufrichtig ist, hat ihr Reden nicht aufgehört, ihr Reden spricht weiter zu uns, und wir reden mit. Sicherlich wünschen wir uns alle mehr Redlichkeit in der Kirche, eine neue Lebendigkeit, ein Wir-Gefühl, eine Gemeinschaft, die niemanden ausschließt, mehr Vielfalt und Vielfarbigkeit. Bruchstücke davon haben wir in der Hand, eigene Erfahrungen, die wir zusammentragen können. Vielleicht ist in ihnen mehr enthalten, als wir jetzt sehen.“  (1)

Das Sprachenwunder, oder: „Die haben doch was getrunken…“

Das, was damals beim ersten Pfingstfest in Jerusalem geschah, blieb der Öffentlichkeit natürlich nicht verborgen. Sturmwind und Feuerzungen weckten die Neugier der Menschen, die sich gerade aus aller Herren Länder trafen, um gemeinsam das jüdische Pfingstfest zu feiern. Und auf einmal sollen sich diese Menschen verschiedener Herkunft trotz unterschiedlicher Spracheverstanden haben. In der Apostelgeschichte heißt es weiter: 

„Zum Fest waren viele fromme Juden aus aller Welt nach Jerusalem gekommen. Als sie das gewaltige Brausen hörten, liefen sie von allen Seiten herbei. Sie waren fassungslos, denn jeder hörte die Apostel in seiner eigenen Sprache reden. „Wie ist das möglich?”, riefen sie außer sich. „Alle diese Leute sind doch aus Galiläa, und nun hören wir sie in unserer Muttersprache reden; ganz gleich, ob wir Parther, Meder oder Elamiter sind. Andere von uns kommen aus Mesopotamien, Judäa, Kappadozien, Pontus und der Provinz Asia, aus Phrygien, Pamphylien und aus Ägypten, aus der Gegend von Kyrene in Libyen und selbst aus Rom. Wir sind Juden oder Anhänger des jüdischen Glaubens, Kreter und Araber. Doch jeder von uns hört diese Männer in seiner eigenen Sprache von Gottes großen Taten reden!” Bestürzt und ratlos fragte einer den anderen: „Was soll das bedeuten?” Einige aber spotteten: „Die haben doch nur zu viel getrunken!”
(Apostelgeschichte 2,6-12)

Eine Wirkung des Geistes: Zusammenführen statt Spalten 

Das ist eine weitere Botschaft des Pfingstfestes: Das Sprachenchaos der Welt wurde zu einem Kosmos des friedlichen Miteinanders. Staunen darf man schon darüber, wenn man liest, wie dieser Geist Gottes wirkt. Wie er so unterschiedliche Menschen zusammenführt und vereint, statt sie zu spalten und zu trennen. Ich bin überzeugt: da, wo Menschen sich heute von der Geisteskraft Gottes inspirieren lassen, seinen heiligen Geist in sich wirken lassen, da werden alle die Sprache sprechen, die jeder Mensch versteht. Es ist die kreative Sprache der Liebe: die Sprache der Wertschätzung des Anderen. Eine Sprache, die Menschen über alle Kulturen, alle Religionen und Weltanschauungen hinweg verbindet und eint.

Wie sehr ersehne ich mir für unsere Tage ein neues Pfingsten, eine ‚Begeisterung‘ für diese biblische Botschaft. Natürlich ist das eine Sache des Glaubens und Vertrauens. Christen dürfen aber gerade dann daran festhalten, wenn es in Gesellschaft und Politik Menschen gibt, die das nicht begreifen wollen und nur darüber spotten können. Deswegen bittet die Christenheit immer wieder, aber besonders am Pfingstfest um diesen Geist Gottes. Gemeinsam mit tausenden Jugendlichen bitten auch die Brüder von Taizé: Veni Sancte Spiritus. Komm Heiliger Geist!

Ein weiteres Bildwort, das für den Heiligen Geist gebraucht wird, ist das des Atems. Es findet sich schon im ersten Buch der Bibel. Dort, im zweiten Kapitel der Genesis heißt es: 

„Zur Zeit, als Gott, der Herr, Erde und Himmel machte, formte er den Menschen aus Erde vom Ackerboden und blies in seine Nase den Lebensatem. So wurde der Mensch zu einem lebendigen Wesen.“
(vgl. Genesis 2,4b.7)

Der Atem Gottes gegen die Atemlosigkeit

Erst durch den Atem Gottes, so deute ich diesen Text, wird der Mensch zu dem, was er wirklich ist: ein lebendiges Wesen. Ohne Atem geht im menschlichen Leben nämlich gar nichts. Wer nicht mehr atmet, der ist tot. Das scheint selbstverständlich. Tatsächlich aber geht uns im Alltag nicht selten die Luft aus, weil wir dauernd geschäftig herumlaufen und meinen: alles muss hier und jetzt erledigt werden. So viel ist noch zu tun! So viele Dinge zu erledigen. Nur die Wenigsten gönnen sich im Alltag eine echte ‚Atempause‘ – dazu noch mit einem schlechten Gewissen. Wer will auch schon vor seinen Kollegen und Freunden als träge oder gar faul gelten? Das vielerorts unausgesprochene Credo lautet: Ich bin nur so viel wert, wie ich leiste. Irgendwann aber kommt der Atem dann ins Stocken. Ein Herzinfarkt ist nicht selten die körperliche Reaktion auf diesen Dauerstress. Spätestens hier kann ich mich fragen: Will ich wirklich so leben?

Gott blies dem Menschen seinen Atem ein. So sagt es das erste Buch in der Bibel. Ein Bildwort für das Leben. Ein Bildwort, das mich dazu ermutigt, mit meinem Leben achtsam umzugehen. Die Botschaft von Pfingsten zielt in eine ganz ähnliche Richtung: Jesus begegnet seinen Freunden. Er haucht sie an und spricht ihnen zu: „Empfangt den Heiligen Geist!“ Für mich heißt das: Letztlich ist es Jesus, der lebendig macht; er ist es, der die Menschen mit seinem Atem ins Leben holt. Sein Geist belebt. Mit jedem neuen Atemzug, den ich mache, kann ich mir das bewusst machen. Diesen Gedanken finde ich auch bei Pfarrer Mönkebüscher:

„Odem Gottes nennen wir den Heiligen Geist. Er ist so gegenwärtig wie der Atem, und wir nehmen ihn wie den Atem nur wahr, wenn wir uns auf ihn besinnen. Dieser Odem Gottes, der Heilige Geist, hat alles mit dem Atem gemein, insbesondere, dass er uns hilft, in der Gegenwart zu leben. Wer auf seinen Atem achtet, ist ganz im Augenblick. Und genau darauf kommt es an in unserem Glauben: im Augenblick zu sein, ganz gegenwärtig.“ (2)

Das beliebte Jesusgebet: Auf den Atem achten

Es ist wahr: wer Gott nicht mehr einatmet in seinem Leben, wer meint, auf Gottes ‚Atemspende‘ verzichten zu können – der ist tot, mag er noch so viel schaffen und leisten. Kontemplatives Gebet und jede Form der Meditation weiß daher auch um den Wert einer guten Atemtechnik. Ich selbst versuche, jeden Tag mit einer halben Stunde Stille zu beginnen, in der ich auch auf meinen Atem achte. In dieser Zeit erfahre mich als einen lebendigen Menschen, weil ich spüren darf, wie Gott durch meinen Atem kommt und geht. Es ist das sogenannte Jesusgebet, eine von Christen seit Jahrhunderten geübte Gebetsform, mit der diese Erfahrung verbunden ist. Beim Einatmen formuliert man in Gedanken: „Herr Jesus Christus“ und beim Ausatmen: „Erbarme dich meiner!“ 

Das kann man sogar auf dem Weg zur Arbeit einüben: im Auto genauso wie in der überfüllten S-Bahn. Einfacher geht es eigentlich nicht. Über die Jahre hinweg habe ich gelernt, dass ich durch Stille und Meditation achtsamer werde mit mir und meiner Umwelt. Nichts nehme ich mehr für selbstverständlich. Das Hier und Jetzt meines Lebens kann ich mehr ‚verkosten‘, wie es Ignatius von Loyola sagt. Durch das bewusste Ein- und Ausatmen bleibe ich mit Gottes Odem, seinem Geist, in Verbindung und im Einklang mit Allem. So lebe und erlebe ich den konkreten Augenblick bewusster. Dadurch hat mein Leben ein mehr an Qualität gewonnen. Eine Erfahrung, die wohl auch Pfarrer Mönkebüscher kennt, wenn ich in einem seiner Bücher lese:

„Wie entscheidend ist es in unserem Leben, gegenwärtig zu sein! Geistesabwesenheit im Straßenverkehr kann tödlich enden, Unaufmerksamkeiten im Gespräch oder bei Verhandlungen können weitreichende Folgen haben. Der Heilige Geist lässt uns in der Gegenwart ankommen, in Raum und Zeit. Denn das, was jetzt ist, ist entscheidend: wie wir mit den Menschen sind, die jetzt unsere Nächsten sind, wie wir mit den Herausforderungen umgehen, die uns jetzt treffen. Das Vergangene ist geschehen, nur am Jetzt können wir mitwirken. Pfingsten erfüllt die Jünger mit der Kraft des Heiligen Geistes, der sie ganz gegenwärtig sein lässt, der sie in der Gewissheit stärkt, dass sie nicht mit dem Jesus der Vergangenheit leben, sondern mit dem Christus der Gegenwart.“ (3)

Die spezifischen Gaben des Heiligen Geistes

Im Glauben der Kirche werden dem Heiligen Geist seit jeher bestimmte Gaben zugeschrieben. Diese haben ihr biblisches Fundament beim alttestamentlichen Propheten Jesaja: die Gabe der Weisheit und der Einsicht, die Gabe des Rates, der Erkenntnis und der Stärke und schließlich die Gabe der Frömmigkeit und der Gottesfurcht (langsam lesen). Diese sieben Gaben des Heiligen Geistes sind nach christlichem Verständnis jedem Christ durch Taufe und Firmung gegeben. Doch genauso gehört es zum Brauch der Kirche, immer wieder neu um diese Gaben und ihre Entfaltung im Leben beten und bitten zu müssen. Genau das tun Christen in aller Welt in den Tagen um Pfingsten. Sie tun es im Bewusstsein ihrer eigenen menschlichen Bedürftigkeit. Wenn wir alleine sind, wenn wir Angst haben oder uns kraftlos und entmutigt fühlen, ist es gut, wenn jemand uns trösten kann und damit neue Kraft schenkt. 

Da, wo uns das Leben Wunden geschlagen hat und da, wo wir von unserem Leben enttäuscht sind, brauchen wir Heilung, Trost und neue Kraft. Manchmal sag ich mir in solch einer Situation: ‚Na komm schon, Norbert. Stell dich nicht so an. Geht schon wieder.‘ Manchmal hilft das. Manchmal aber eben nicht. Gut, dass ich dann Freunde hab, die ich für ein Gespräch anrufen kann. Im Gebet rufe ich Gott an und bitte um seine Hilfe. Nirgends sonst finde ich das Bitten um den Heiligen Geist schöner beschrieben, als in der altehrwürdigen Pfingstsequenz, die aus dem frühen 13. Jahrhundert stammt. Jede dieser Strophen ist ein Nachdenken wert. Kein Wunder also, dass die Pfingstsequenz seit alters her einen festen Platz im Chorgebet der christlichen Mönche gefunden hat. Auch die Brüdergemeinschaft in Taizé singt diesen Hymnus in diesen Tagen zusammen mit den Jugendlichen in einer – wie ich finde –  sehr berührenden Art und Weise: Komm Schöpfer Geist, Komm Licht des Herzens: Veni Creator spiritus, veni Lumen Cordium.

Dem Heiligen Geist Raum geben 

Um diesen Heiligen Geist als Licht unseres Herzens zu bitten, darum geht es an Pfingsten. Wer sich auf ihn einlässt, wer um ihn bittet, dem weist er den Weg zu einem erfüllten Leben. Davon sind Christen überzeugt. Daran glaube ich. Darum gebe ich ihm Raum in meinem Leben. Ein Gebet zum Heiligen Geist, das ich besonders lieb gewonnen habe, stammt aus der Ostkirche. Ich bete es oft und gerne und lade Sie ein, es sich hier und jetzt zu eigen zu machen:

„Komm, Heiliger Geist, heilige uns.
Erfülle unsere Herzen mit brennender Sehnsucht
nach der Wahrheit, dem Weg und dem vollen Leben.

Entzünde in uns dein Feuer, dass wir selber davon zum Lichte werden,das leuchtet und wärmt und tröstet.

Lass unsere schwerfälligen Zungen Worte finden,
die von deiner Liebe und Schönheit sprechen.

Schaffe uns neu, dass wir Menschen der Liebe werden,
deine Heiligen, sichtbare Worte Gottes,
dann werden wir das Antlitz der Erde erneuern und alles wird neu geschaffen.

Komm, Heiliger Geist, heilige uns, stärke uns, bleibe bei uns.

Amen.“ (4)

  

Die redaktionelle Verantwortung für diesen Beitrag liegt bei Martin Korden, Senderbeauftragter der Deutschen Bischofskonferenz für Deutschlandfunk Kultur.

Zitate:
(1) Bernd Mönkebüscher: „Ein nicht endender Anfang – Fragmente zur Fasten- und Osterzeit“, Echter, Würzburg 2019, S. 108.
(2), (3) Bernd Mönkebüscher: „Das Kreuz ist ver-rückt; Osterbotschaften“, Echter, Würzburg 2016, S. 94.
(4) Vgl. Internetseite: www.ssps.at/heiligen-geist-gebet-aus-der-ostkirche.html - abgerufen am 19.02.2019


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Dieser Beitrag wurde am 09.06.2019 gesendet.


Über den Autor Pater Norbert Cuypers SVD

Pater Norbert Cuypers wurde 1964 als sechstes Kind in Köln geboren. Nach einer Berufsausbildung als Schriftsetzer hat er sich dazu entschlossen, in die „Gesellschaft des Göttlichen Wortes“ (SVD) einzutreten - im deutschsprachigen Raum auch als „Steyler Missionare“ bekannt. Während seines ersten Missionseinsatzes im Westlichen Hochland von Papua Neuguinea entdeckte er seine große Liebe zur Seelsorge. Er kam nach Europa zurück und ließ sich in Österreich zum Priester ausbilden und weihen.
Als Missionar ist Pater Norbert grundsätzlich bereit, dort zu leben und zu arbeiten, wo ihn sein Herz hinzieht, beziehungsweise wo ihn seine Gemeinschaft braucht. Aktuell lebt er in Berlin Charlottenburg und ist Leiter des deutschsprachigen Noviziates seiner Gemeinschaft. Kontakt:
cuypi@gmx.de

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